Kreml-Chef droht

Putin: Ukraine hat "Büchse der Pandora" geöffnet

Ein Mann im Anzug sitzt an einem Tisch vor einem prunkvollen Stuhl in einem holzgetäfelten Raum.
© APA/AFP/POOL/MIKHAIL METZEL
Nach den jüngsten ukrainischen Angriffen auf russische Ölraffinerien und Logistikzentren kündigt Kremlchef Wladimir Putin eine deutlich härtere Reaktion an.
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Die Gegenmaßnahmen würden "nicht lange auf sich warten lassen", sagte Putin in einem Interview mit dem russischen Staatsfernsehen.

Die Ukraine habe mit ihren Angriffen auf die russische Wirtschaft nach Putins Darstellung die "Büchse der Pandora" geöffnet und damit den "Geist aus der Flasche" gelassen. Seine Botschaft an Kiew ist unmissverständlich: "Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr."

Wladimir Putin leitet eine Sitzung mit dem Sicherheitsrat im Kreml in Moskau.
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Noch deutlicher wurde der russische Präsident bei der angekündigten Härte. "Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen", sagte Putin. Damit stellt er weitere schwere russische Angriffe auf ukrainische Ziele in Aussicht.

Russland will ukrainische Wirtschaft treffen

Putin räumte zugleich ein, dass die ukrainischen Angriffe in Russland Schäden verursacht hätten. Einen entscheidenden Einfluss auf die militärische Lage hätten sie seiner Darstellung nach jedoch nicht gehabt. Moskau wolle nun selbst besonders empfindliche Bereiche der ukrainischen Wirtschaft ins Visier nehmen.

Karte russischer Raffinerien mit Anzahl ukrainischer Luftschläge seit Juni 2022, Stand Juli 2026.
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Dabei verwies Putin insbesondere auf den ukrainischen Agrarsektor. Die Ukraine ist ein wichtiger Getreideexporteur und auf die Einnahmen aus dem Export angewiesen. Russland könne nach einer guten eigenen Ernte große Mengen auf den Weltmarkt bringen, sagte der Kremlchef.

In den vergangenen Wochen hatte Russland bereits verstärkt ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Putin bezeichnete diese Angriffe als effektiv und erklärte, sie hätten den russischen Truppen an der Front geholfen.

Putin weist Friedensvorschläge zurück

Auch bei möglichen Verhandlungen bleibt der Kremlchef hart. Die Ukraine habe zuletzt über Vermittler "exotische Vorschläge" für eine Friedenslösung vorgelegt. Details nannte Putin nicht, wies die Ideen jedoch zurück.

Ein Mann im Anzug geht über einen Platz vor goldenen Kuppelkathedralen im Kreml, Moskau.
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Ein Dialog über ein Ende des Krieges könne aus seiner Sicht nur auf Grundlage der aktuellen Situation an der Front stattfinden. Gleichzeitig warnte er vor einer für die Ukraine "katastrophalen Entwicklung", die durch Verhandlungen verhindert werden solle.

Putins Äußerungen zeigen damit erneut, wie angespannt die Lage bleibt. Während internationale Bemühungen um eine Friedenslösung laufen, droht Moskau mit einer weiteren Verschärfung der Angriffe.

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