Niki Lauda will Airline-Chef bleiben

Lauda kassiert 21 Mio.

Air Berlin stockt bei FlyNiki auf

Die Aufstockung der Anteile von Air Berlin von 24 auf 49,9 % an FlyNiki wurde am Montag vollzogen. Lauda kassierte dafür 21 Mio. Euro.

Vier Monate und 18 Tage hat es gedauert, bis der Deal zwischen FlyNiki-Chef Niki Lauda und Air Berlin abgeschlossen war: Am 17. Februar dieses Jahres hatte die deutsche Billig-Airline bekundet, ihren 24-Prozent-Anteil an der österreichischen Fluglinie auf 49,9 % aufstocken zu wollen. Kaufpreis für die Anteile: 21 Mio. Euro. Gestern kam dann grünes Licht für den Deal: „Eigentlich hätte der Vertrag schon längst durch sein sollen. Wir mussten so lange auf die Kartellgenehmigungen warten“. so Niki Lauda gegenüber ÖSTERREICH.

Kein Namenswechsel für FlyNiki geplant

Änderungen werde es für die Passagiere keine geben, bestätigte Lauda. Geplant sei auch keine Aufstockung der Flieger. Die Niki Luftfahrt GmbH werde im Air Berlin-Konzern künftig vollkonsolidiert werden. Sie werde ein rechtlich selbstständiges Unternehmen mit eigener Geschäftsführung bleiben. Auch der Name Niki soll „auf absehbare Zeit Bestand haben“, heißt es in einer Aussendung der börsenotierten Air Berlin.

Im Zusammenhang mit der Aufstockung der Beteiligung gibt Air Berlin der Privatstiftung Lauda ein Darlehen in Höhe von 40,5 Mio. Euro auf drei Jahre.

In drei Jahren muss Lauda Darlehen zurückzahlen

Die Privatstiftung Lauda muss das Darlehen in drei Jahren bar zurückzahlen. Ansonsten werden die restlichen 50,1 % der Anteile an FlyNiki den Deutschen übereignet. Air Berlin hat also eine Option auf 100 % der Anteile. Das Darlehen ist mit Niki Laudas verbliebenen Airline-Aktien besichert. Lauda: „Ich werde den Kredit in drei Jahren tilgen, wenn wir so weiterfliegen wie jetzt.“