Allianz muss sich bei türkischem Versicherer Yapi Kredi gedulden

Der Verkauf des türkischen Versicherers Yapi Kredi Sigorta ist an die Allianz noch nicht gesichert. Die Finanznachrichtenagentur Reuters hatte am Vortag von Insidern erfahren, dass die Allianz den Zuschlag erhalten und sich damit unter anderem gegen den schweizer Rivalen Zurich durchgesetzt hat. Der Kaufpreis liege bei knapp 950 Mio. Euro, die Transaktion könnte noch vor Ostern über die Bühne gehen. Die Allianz wollte sich nicht dazu äußern. Yap Kredi erklärte nun, es sei noch kein Vertrag unterzeichnet.

Die Bank Yapi Kredi ist eine Tochter der italienischen UniCredit und der türkischen Koc Holding. Sie hatte das Versicherungsgeschäft und eine Mehrheitsbeteiligung an der Pensionskasse zum Verkauf gestellt. Die türkische Versicherungswirtschaft wächst dank der relativ jungen Bevölkerung und der boomenden Konjunktur seit Jahren rasant und hängt die gesättigten Märkte in Westeuropa ab. Die ausländische Assekuranz schaut deshalb mit großem Interesse drauf.