Fliegen mit der AUA dürfte schon bald teurer werden. Airline-Chefin Annette Mann stellte nun klar, dass Passagiere in den kommenden Wochen und Monaten mit steigenden Preisen rechnen müssen. Wie stark die Tickets am Ende teurer werden, sei derzeit aber noch offen.
Als Grund nennt AUA-Chefin Annette Mann im Ö1-„Mittagsjournal“ vor allem den zunehmenden Konkurrenzdruck bei Online-Buchungen. Viele Reisende würden ihre Flüge inzwischen über Vergleichsportale auswählen, wo meist ausschließlich der günstigste Preis entscheidend sei. Um dort mithalten zu können, brauche die Airline besonders günstige Einstiegsangebote.
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AUA verteidigt Sparmaßnahmen
Die zuletzt eingeführte Tarifänderung, bei der nur noch ein kleines persönliches Gepäckstück kostenlos erlaubt ist, verteidigte Mann ausdrücklich. Eine versteckte Verteuerung der Tickets sieht sie darin nicht. Laut der AUA-Chefin seien die Überlegungen zu diesem Modell bereits lange vor der Eskalation im Nahen Osten entstanden. Beim neuen Angebot handle es sich um die billigste Buchungskategorie der Fluglinie.
Auch beim Bordservice bleibt die Airline zurückhaltend. Ein kostenloses Essensangebot soll laut Mann nicht zurückkehren. Stattdessen werde über Anpassungen beim bestehenden Angebot nachgedacht.
Wie stark Preise steigen, bleibt offen
Wie teuer Flüge konkret werden, könne aktuell noch niemand seriös einschätzen. Laut AUA hängt das stark von Strecke und Ticketpreis ab. Während manche Verbindungen nur geringfügig teurer werden könnten, seien auf anderen Routen deutlich höhere Aufschläge möglich.
Nahost-Lage wirkt sich auf Flüge aus
Wegen der Sicherheitslage werden mehrere Ziele im Nahen Osten vorerst weiterhin nicht angeflogen. Stattdessen setzt die AUA im Sommer stärker auf Destinationen am Mittelmeer. Eine Rückkehr nach Tel Aviv werde allerdings geprüft.
Trotz steigender Kosten blickt die AUA-Chefin dem Sommer nach eigenen Angaben gelassen entgegen. Die Treibstoffversorgung am Standort Wien sei derzeit gesichert, unter anderem wegen der Nähe zur Raffinerie in Schwechat. Mit Problemen oder Engpässen rechne die Airline aktuell nicht. Auch Kurzstrecken innerhalb Österreichs will die AUA weiterhin nicht infrage stellen. Mann betonte, dass Verbindungen etwa nach Innsbruck nicht nur aus Sicht der Airline bewertet werden dürften. Entscheidend sei vor allem ihre Rolle für die regionale Wirtschaft und die Anbindung der Bundesländer.