Audi verdiente trotz Rekordabsatz weniger Geld

Die VW-Tochter Audi bekommt die Folgen der Autokrise in Europa weiterhin zu spüren. Die VW-Tochter verdient Milliarden, doch in der Bilanz machen sich die schwierige Marktlage und Investitionen bemerkbar. Der Umsatz wuchs in den ersten sechs Monaten nur Dank der Erlöse der neuen Motorrad-Tochter Ducati um 200 Mio. Euro auf rund 25,2 Mrd. Euro, wie Audi mitteilte.

Der operative Gewinn sank um fast acht Prozent auf gut 2,6 Mrd. Euro. Unter dem Strich schrumpfte das Ergebnis um gut drei Prozent auf knapp 2,2 Mrd. Euro. Der Autoabsatz wuchs im ersten Halbjahr dagegen um mehr als sechs Prozent auf den Rekordwert von 780.467 Fahrzeugen. Für das Gesamtjahr 2013 rechnet Audi mit etwas weniger Rendite als in den ersten sechs Monaten. Die operative Marge werde "am oberen Ende des strategischen Zielkorridors von acht bis zehn Prozent" liegen, bekräftigte der Oberklasse-Hersteller am Freitag. Von Jänner bis Ende Juni erzielte Audi eine Rendite von 10,5 Prozent. Damit lag der Autobauer vor seinen Konkurrenten BMW mit 9,8 Prozent und Mercedes mit 4,9 Prozent.

Audi teilte mit, der Ausbau der weltweiten Produktion sowie höhere Kosten für neue Modelle und Technologien sorgten für Belastungen. Zudem tut sich die VW-Tochter auf dem Krisenkontinent Europa, wo viele Pkw-Märkte am Boden liegen, schwerer als die Konkurrenz. Weil die Oberklasse-Hersteller Rückgänge auf dem Heimatkontinent in den weiter gut laufenden Märkten China und USA ausgleichen können, will Audi den Umsatz in diesem Jahr leicht steigern. Die Zahl der weltweit verkauften Fahrzeuge soll auf mehr als 1,5 Millionen Autos steigen.

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