Rückgang von 20 Prozent

Krise sorgte für weniger Lkw-Verkehr 2009

Der Schwerverkehr ist im Vorjahr aufgrund der Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen und lag mit einem Minus von 20 Prozent auf dem Niveau des Jahres 2005. Österreichs Lkw-Hotspot bleibt die A1 bei Haid, teilte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einer Aussendung mit.

Die VCÖ-Untersuchung zeige, dass bei Haid im Jahr 2009 jeden Werktag 15.400 schwere Lkw unterwegs waren. Im Vergleich zum Jahr 2008 ist das ein Rückgang um rund zehn Prozent, auf der A1 sind dennoch nach wie vor in etwa so viele Lkw unterwegs wie im Jahr 2005. Auf der A2 bei Wiener Neudorf fahren jeden Werktag 14.940 Lkw, auf der A23 beim Handelskai 13.990. Die S1 ist die am stärksten befahrene Schnellstraße (11.800 Lkw pro Werktag bei der Zählstelle Laxenburgerstraße).

Der Rückgang machte sich auch besonders auf der Innkreisautobahn bemerkbar. Hier wurde ein Rückgang von 19,7 Prozent verzeichnet, teilte der VCÖ am Freitag mit. Einen starken Rückgang gab es auch auf der Südautobahn an der Zählstelle Maglern mit minus 19,1 Prozent. In Nickelsdorf (A4) ging der Schwerverkehr demnach um 19 Prozent zurück. Auf der Westautobahn bei Kötting lag das Minus bei 14,4 Prozent, so der Verkehrsclub Österreich

Der VCÖ warnt, dass mit Nachlassen der Krise erneut "Verkehrslawinen über Österreich hereinbrachen werden". Der Club fordert einmal mehr eine stärkere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. "Wesentliche Anreize dazu sind die Angleichung der Mineralölsteuer auf Diesel auf das Niveau von Benzin, die Förderung betrieblicher Gleisanschlüsse und eine Alpentransitbörse nach Schweizer Vorbild", hieß es.