Bewerbungen liegen ausreichend vor

Postpartner: Laufend Eröffnungen in NÖ

Während Postmarktgesetz, Post-Volksbegehren und Postämterschließungen für Diskussionen sorgen, geht der Umbau des Poststellen-Netzes in Niederösterreich - wo es bereits bisher mit 56 die größte Anzahl an Postpartnern österreichweit gab - plangemäß voran: Seit Juli haben bereits zwei Dutzend Postpartner ihre Tätigkeit aufgenommen, 40 Unterschriften liegen vor, zog Pressesprecher Stephan Fuchs (Wien, NÖ, Burgenland) Zwischenbilanz.

Die neuen Postpartner finden sich quer durch die Landesviertel, in kleinen Orten ebenso wie im Ballungsraum wie etwa in Krems-Stein. Mit den Postpartnern werde das Netz dichter, betonte Fuchs im APA-Gespräch. 64 von 304 Postfilialen werden durch Postpartner ersetzt. In jenen Filialen, die umgewandelt werden, betrage der Abgang durchschnittlich 70.000 Euro im Jahr. Neu dazu kommen 42 zusätzliche Postpartner, so dass es 2010 im Bundesland insgesamt 402 Poststellen geben wird.

Bewerbungen liegen ausreichend vor - in manchen Orten gleich mehrere, die Auswahl wird dann in Akkordanz mit der jeweiligen Gemeinde getroffen. Kriterien dabei sind u.a. die Lage und die Geschäftszeiten, so Fuchs. Vereinzelt sei die Suche schwieriger. Unter den "Neuen" finden sich u.a. Lebensmittelmärkte, Trafiken, Elektroinstallateure und Gemeinden, aber auch ein Autohaus, eine Werbeagentur, Bäckerei, ein Getränkehandel, eine Apotheke und eine Tankstelle. Unter den Elektroinstallateuren ist ein der Post AG bereits Bekannter - er hatte schon bisher in einer Filiale eine Postvertretung und sich sofort interessiert, als das Thema in seiner Gemeinde aufkam.

Im Durchschnitt verdient ein Postpartner 15.000 Euro im Jahr, erinnerte Fuchs. Vorteile für die Kunden sind vor allem die im Vergleich zum herkömmlichen ländlichen Postamt durchwegs deutlich längeren Öffnungszeiten - auch an Samstagen. Das zeigte auch eine Studie (von Sophie Karmasin), der zufolge das 70 Prozent der Befragten begrüßten. 83 Prozent gaben an, Postpartner gleich oft oder sogar öfter zu frequentieren als Postämter. Angedacht ist in den Geschäften die Schaffung von "Diskretzonen" für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, ausgebildet werden die Postpartner in eigenen Schulungen.