Autohersteller hoffen auf Schwellenländer

Studie erwartet Erholung der Autoindustrie

Während die weltweite Autoindustrie unter den schwersten wirtschaftlichen Einbrüchen seit Jahrzehnten leidet, sieht die Unternehmensberatung Booz & Company den Sektor mittelfristig wie einen Phönix wieder aus der Asche steigen. Die Zahl der Autos auf den Straßen werde sich von derzeit 672 Millionen auf 1,5 Milliarden im Jahr 2018 mehr als verdoppeln, glauben die Berater.

Rapide ansteigende Pro-Kopf-Einkommen in den Schwellenländern und günstigere, auf die Mobilitätsprobleme zugeschnittene Fahrzeugtypen werden nach Meinung von Booz dazu führen, dass sich bis 2018 dort die Automobilverkäufe versechsfachen. Bis 2018 sollen weltweit 715 Millionen zusätzliche, bis 2013 bereits 370 Millionen zusätzliche Neuwagen verkauft werden.

Aktuell ist von den in Aussicht gestellten guten Zeiten noch nichts zu bemerken, zeigt eine Einschätzung der Ratingagentur Fitch. Fitch hält ihren Ausblick für die gesamte Industrie bei negativ. "Gedrückte Konsumentenausgaben und Verbrauchervertrauen werden sich im Autoverkauf niederschlagen. Der Produktmix der Autohersteller wird (negativ) durch die Neigung der Konsumenten zu billigeren Fahrzeugen beeinflusst, die für die Hersteller weniger profitabel sind." Die Verschrottungsprämien könnten dazu führen, dass nach ihrem Auslaufen die Umsätze zurückgehen.