Zapatero will E-Autos verstärkt fördern

Die EU will unter spanischer Ratspräsidentschaft ein Projekt zur Förderung von Elektrofahrzeugen starten. Das kündigte Ministerpräsident Zapatero an. Die Industrie halte eine europaweite Zusammenarbeit zur Entwicklung von E-Autos für notwendig, sagte Zapatero. Europa könne kaum eine führende Rolle auf diesem Sektor übernehmen, wenn die finanzielle Unterstützung solcher Projekte und gemeinsame technische Standards nicht geregelt würden.

"China und Japan kommen schnell voran bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen und arbeiten fleißig an Batterien dafür", mahnte der spanische Regierungschef. Das Projekt soll beim nächsten Treffen der Wirtschaftsminister im Rahmen des Wettbewerbsrates am 8.2. in San Sebastian aufs Gleis gesetzt werden.

Im Parlament forderte Zapatero, die EU-Staaten müssten ihre Abhängigkeit von Energieimporten verringern. Der Anteil an Energieeinfuhren sei in den vergangenen zehn Jahren um neun Prozentpunkte auf 53 % gestiegen. Die starke Abhängigkeit gefährde das Wachstum.

Zapatero erklärte, unter seiner Präsidentschaft werde die Energiemarktliberalisierung vorangetrieben. Die EU hatte im vergangenen Jahr den Rechtsrahmen dafür verabschiedet. Auch soll die Energieversorgung in der EU besser vernetzt werden. Damit wartet viel Arbeit auf den künftigen deutschen EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Die Kommission wird wegen des Austauschs der Kandidatinnen aus Bulgarien aber voraussichtlich erst Mitte Februar an den Start gehen.