BAE droht Korruptionsanklage

Europas größtem Rüstungskonzern droht wegen Korruptionsvorwürfen eine strafrechtliche Verfolgung.

Dabei geht es darum, ob das britische Unternehmen für Aufträge im Ausland Hunderte Mio. an Schmiergeldern gezahlt hat, teilte die britische Ermittlungsbehörde Serious Fraud Office mit.

BAE könnte eine Strafe von bis zu 1 Mrd. Pfund (1,098 Mrd. Euro) drohen. Ein Gerichtsverfahren wegen illegaler Waffengeschäfte würde zudem die britische Regierung in arge Bedrängnis bringen. Die Ermittlungsbehörde muss bei der Generalstaatsanwältin die Erlaubnis für eine Anklage einholen.

Die Ermittlungen beziehen sich auf Aufträge unter anderem aus Tansania, Rumänien, Südafrika und aus Tschechien. BAE weist die Anschuldigungen zurück, hatte aber 2008 eingeräumt, nicht immer die höchsten ethischen Standards eingehalten zu haben. BAE ist das größte Industrieunternehmen in Großbritannien und beschäftigt weltweit mehr als 100.000 Mitarbeiter.