Bauriese SABMiller verkauft mehr Bier

Der Bierkonsum in den Schwellenländern hilft dem Brauereikonzern SABMiller aus der Patsche. Trotz weiterhin schwieriger Bedingungen in Europa konnte der Hersteller von Peroni, Grolsch und Castle Lite in seinem Geschäftsjahr 2013/14 (Ende März) dank der Nachfrage in Lateinamerika oder China insgesamt mehr Bier absetzen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Menge um ein Prozent, wie SABMiller am Dienstag mitteilte. Dies hatten die meisten Analysten auch so erwartet.

SABMiller ist unter den Brauereikonzernen weltweit die Nummer zwei hinter Anheuser-Busch Inbev. Das schlechte Wetter in vielen Ländern Europas habe gerade in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres das Geschäft belastet, teilte der Konzern mit. Der Wettbewerb habe sich außerdem weiter verschärft.

Dafür lief es in Lateinamerika, dem größten Markt für SABMiller umso besser. Zum Teil konnte der Brauer hier sogar die Preise anheben.

SABMiller entstand 2002 aus der Fusion von South African Breweries und Miller Brewing Company. Unternehmenssitz ist London. Der Konzern besitzt eine Beteiligung von knapp 40 Prozent an der südafrikanischen Hotelgruppe Tsogo Sun, die er aber nicht zum Kerngeschäft zählt und daher jetzt auf den Prüfstand stellt. Ob dies in einem Verkauf münde, sei derzeit noch nicht absehbar, hieß es. SABMiller schätzt den Wert der Beteiligung auf gut eine Milliarde US-Dollar (723 Mio. Euro).

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