Bayer will Geschäft in Japan ausbauen

Der deutsche Arzneimittelhersteller Bayer will sein Geschäft im weltweit zweitgrößten Pharmamarkt Japan ausbauen. Der Leverkusener Konzern hat in dem Land eine weitere Zulassung für sein neues Mittel Adempas gegen Lungenhochdruck beantragt, wie Bayer mitteilte.

Bayer will das Präparat, dem Konzernchef Marijn Dekkers weltweite Jahresumsätze von mehr als 500 Mio. Euro in der Spitze zutraut, in Japan auch zur Behandlung der PAH-Form der Krankheit vermarkten. Zur Behandlung einer weiteren Form, CTEPH, ist das Mittel in Japan bereits auf dem Markt.

Bei der pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) ist der Blutdruck in den Lungenarterien wegen verengter Gefäße deutlich erhöht, was zu lebensbedrohlichem Herzversagen führen kann. Die Sterblichkeitsrate bei der Krankheit liegt Bayer zufolge bei 15 Prozent nach einem Jahr und bei 32 Prozent nach drei Jahren ab der Diagnose.

Neben Bayer vertreiben auch andere Konzerne Mittel gegen Lungenhochdruck. Konkurrenzpräparate sind etwa Tracleer und Opsumit des Schweizer Biotechkonzerns Actelion sowie Letairis der US-Firma Gilead und das Präparat Revatio von Amerikas führendem Pharmakonzern Pfizer.

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