Bene verschiebt Jahresabschluss erneut

Die börsenotierte finanziell angeschlagene Bene AG hat die Veröffentlichung ihres Jahresfinanzberichtes erneut verschoben - diesmal auf voraussichtlich Oktober. Als Grund nennt der Büromöbelhersteller in einer Aussendung am Freitag offene Bewertungs- und Bilanzierungsfragen.

"Der Restrukturierungsprozess und die Pflichtveröffentlichung stehen in enger Abhängigkeit zueinander, das ist der Grund für die Verschiebung", sagte eine Bene-Sprecherin heute, Freitag, zur APA. Der Informationspflicht über die Verschiebung komme man "in guter Rücksprache mit der Finanzmarktaufsicht" nach.

Zur kürzlichen anonymen Anzeige hieß es schriftlich gegenüber der APA, der Vorstand der Bene AG sei "der festen Überzeugung, dass kein strafrechtlicher Sachverhalt vorliegt und sich das Unternehmen und seine Vertreter stets korrekt und rechtmäßig verhalten haben".

"Ungeachtet dessen werden die aufgeworfenen Sachverhalte derzeit gemeinsam mit unserer Rechtsvertretung überprüft. Wir werden mit der Staatsanwaltschaft kooperativ zusammenarbeiten, um die Sachverhalte aufzuklären", heißt es weiter.

Die Verhandlungen mit den finanzierenden Banken befänden sich in der Endphase und würden "zeitnah" beendet. "Damit verläuft die Sanierung von Bene plangemäß, sodass der Vorstand der Bene Gruppe zuversichtlich ist, das Unternehmen wieder auf den Erfolgskurs früherer Jahre zurückzuführen", schreiben Rudolf Payer, Vorstand für Finanzen & Produktion und Michael Feldt, Vorstand für Sales & Marketing.