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Börse Tokio schließt gut behauptet

Zinsdruck auf japanische Staatsanleihen steigt - Sony-Aktie knapp fünf Prozent im Plus.

Der Tokioter Aktienmarkt ist am Freitag kaum vom Fleck gekommen. Der Nikkei-225 Index schloss mit plus 3,62 Punkten oder 0,02 Prozent bei 18.918,20 Zählern. Der Topix Index stieg um 4,58 Punkte oder 0,30 Prozent auf 1.514,99 Einheiten. 987 Kursgewinnern standen 831 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 149 Titel.

 Insbesondere die lockere Geldpolitik bleibt in Japan ein brisantes Thema: Steigende Renditen auf Staatspapiere setzen die Notenbank Bank of Japan (BoJ) zunehmend unter Druck. Am Freitag griffen die Notenbanker am Rentenmarkt ein und kauften Staatspapiere, um die Kurse zu stützen. Zwischenzeitlich war die Rendite zehnjähriger Papiere bis über 0,15 Prozent auf den höchsten Stand seit gut einem Jahr geklettert.

Unter den Einzelwerten schüttelten die Aktien von Sony den schwachen Vortag ab und reagierten auf aktuelle Geschäftszahlen mit einem Kurssprung von knapp fünf Prozent. Am Donnerstag war es noch um 1,2 Prozent abwärts gegangen, Sony hatte die Gewinnprognose für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr von 60 auf 26 Mrd. Yen (213 Mio. Euro) gekürzt.

Auch Murata Manufacturing legten klare 4,51 Prozent zu, der Elektronikzulieferer ist laut "Nikkei Business Daily" in Verhandlungen mit Samsung. Dabei soll es um die Lieferung von Akkus für Samsungs neues Handy Galaxy S8 gehen.

 Honda stiegen um 0,18 Prozent. Der japanische Autohersteller hat seine Jahresprognose angesichts kräftiger Nachfrage in China und den USA angehoben. Laut Japans Nummer Drei nach Toyota und Nissan dürfte der Jahresgewinn bei 545 Mrd. Yen (4,5 Mrd. Euro) liegen.