"Das Orakel vom Omaha"

Buffetts Berkshire Hathaway legte Endspurt hin

Der legendäre US-Investor Warren Buffett hat mal wieder das richtige Näschen bewiesen. Er spekulierte im vergangenen Jahr auf steigende Märkte und gewann. Seine Holding Berkshire Hathaway schaffte dadurch einen deutlichen Gewinnsprung auf unterm Strich 8,1 Mrd. Dollar. Allein 3,1 Mrd. Dollar fuhr Buffett im Schlussquartal ein.

Auf alten Gewinnhöhen ist Berkshire Hathaway damit aber noch nicht angekommen. Er glaube weiter daran, dass sich die Wirtschaft mit der Zeit erhole, ließ Buffett seine Aktionäre am Samstag wissen. Rückschläge wollte er indes nicht ausschließen.

Vor einem Jahr hatte die Finanz- und Wirtschaftskrise das Jahresergebnis noch auf knapp 5,0 Mrd. Dollar schmelzen lassen. Im Schlussquartal war Berkshire Hathaway sogar nur knapp an roten Zahlen vorbeigeschrammt. Vor allem der Wert der Beteiligungen war drastisch gefallen. Zwischenzeitlich haben sich die Märkte wieder etwas erholt.

Berskhire Hathaway hat rund 80 eigene Töchter und hält Beteiligungen an einer ganzen Reihe von namhaften Großkonzernen, vor allem aus der Finanzindustrie. Erst jüngst war die Holding zum Hauptaktionär der weltgrößten Münchner Rückversicherung Munich Re aufgestiegen und hatte die Eisenbahn-Gesellschaft Burlington Northern Santa Fe für insgesamt 44 Milliarden Dollar übernommen. Es war Buffetts bisher größter Deal.

Der 79-Jährige ist für unzählige Anleger in Amerika und aller Welt eine Kultfigur. Buffett bewies bei seinen Geldanlagen immer wieder den richtigen Riecher und erhielt deshalb den Spitznamen "Orakel vom Omaha".