Chinas Industrie schwächelt - Notenbank-Stütze erwartet

Nach schwachen Konjunkturdaten in China dürfte die Zentralbank des Landes der Wirtschaft bald wieder unter die Arme greifen. Die Geschäfte der Industrie schrumpften im September den elften Monat in Folge, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Großbank HSBC hervorging. Der Einkaufsmanagerindex stieg zwar leicht auf 47,8 Punkte, das Barometer blieb aber wie seit fast einem Jahr unter der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

Der Teil-Index für die Produktion fiel auf 47,0 Punkte und damit den tiefsten Stand seit November 2011. Experten halten eine weitere Zinssenkung oder ähnliche Schritte zur Stützung der Konjunktur für immer wahrscheinlicher. "Wieder einmal richten sich die Augen auf Peking", sagte NordLB-Analyst Frederik Kunze. "Wir rechnen damit, dass die chinesische Zentralbank noch im September die Geldpolitik weiter lockern wird - 25 Basispunkte halten wir für sehr wahrscheinlich."

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