Daimler prüft deutsche Niederlassungen

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Der Autobauer Daimler stellt sein deutsches Niederlassungsnetz auf den Prüfstand. Wie die Branchenzeitung "Automobilwoche" berichtet, sollen einzelne Niederlassungen verkauft, zusammengelegt oder kleinere Standorte geschlossen werden.

Eine Daimler-Sprecherin sagte am Montag auf dpa-Anfrage, die Niederlassungen würden angesichts sich ändernder Marktbedingungen laufend überprüft. Eigene Standorte seien für Daimler besonders wichtig, um den direkten Kontakt mit Kunden zu haben. Allerdings müssten sie dem Wettbewerb standhalten.

Nach Informationen der Zeitung machte das deutsche Niederlassungsnetz 2012 bei fast 10 Mrd. Euro Umsatz einen Verlust von 45 Mio. Euro. Der Autobauer hat hierzulande 34 Niederlassungen mit 144 Standorten und 16.000 Mitarbeitern.

Dem Bericht zufolge erwägt zudem ein Private-Equity-Fonds, ein Angebot für wesentliche Teile des Netzes vorzulegen. Auch der US-Autohändler Penske wird demnach als Kaufinteressent gehandelt. "Der Vorstand will die Struktur des deutschen Vertriebs verändern", sagte ein Arbeitnehmervertreter dem Blatt. Pläne über einem kompletten Verkauf der Niederlassungen gebe es derzeit aber nicht.

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