dayli-Chef dementiert Geldwäscheverdacht

Keine Ermittlungen

dayli-Chef dementiert Geldwäscheverdacht

Italienische Polizei will klären, mit wem sich Haberleitner getroffen hat.

dayli-Chef Rudolf Haberleitner weist aufs schärfste zurück, dass gegen ihn wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt wird. "Das ist eine Ente, die uns derart schadet. Es ist skandalös. Sowohl in Udine als auch in Linz hat die Polizei bestätigt, dass das nicht stimmt", so Haberleitner. Dass er und sein Team in Italien von vermeintlichen Geschäftspartnern um eine Million Euro geprellt worden ist, bestätigte Haberleitner indes.

Ermittlungen bestätigt
Die italienische Polizei in Udine bestätigte, dass Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche im Gange seien, die jedoch nicht direkt den österreichischen Unternehmer betreffen. „Wir wollen klären, mit wem sich der Unternehmer in Udine getroffen hat. Daher überprüfen wir unter anderem die Aufnahmen der internen Videoanlagen des Hotels, in dem das Treffen zwischen dem Österreicher und dem Italiener stattgefunden hat, der ihn betrogen haben soll“, berichtete Massimiliano Ortoloan, Chef der mobilen Polizeieinheit aus Udine.

Den Termin mit einem angeblichen Firmen-Chef zweier großer Unternehmen in der Lombardei hatte ein Freund von Haberleitner eingefädelt. Der wollte 25 Mio. Euro in die Drogeriemarktkette stecken, wollte aber einen Vorschuss von einer Million Euro für die Abwicklung des Geschäfts. Dabei sei es zu einer Identitätsübernahme gekommen. „Der Italiener stellte sich mit dem Namen eines Unternehmers aus Bergamo vor, der jedoch von dem Fall absolut nichts weiß, wie wir feststellen konnten“, berichtete Ortolan. Vor dem Treffen in Udine hatte sich Haberleitner auch in der Provinz Venedig mit dem vermeintlichen italienischen Unternehmer getroffen.

Ortolan berichtete, dass Kontakte mit der Wiener Polizei aufgenommen worden seien, um mehrere Aspekte des Falls zu klären. Die Polizei in Udine will vor allem klären, wer für Haberleitner den Termin in Udine organisiert habe. „Es handelt sich bestimmt um einen Fall, in dem mehrere Profis am Werk sind“, meinte Ortolan.

Ungewisse Zukunft
Wie es mit der Drogeriekette dayli weiter geht, dazu äußerte sich Haberleitner nicht. Der Firmenchef engagierte einen PR-Berater, der noch heute Auskunft geben will, ob dayli nun einen Insolvenzantrag stellt oder die nötige Geldspritze bekommt.