Deutlich mehr Arbeitslosen-Erstanträge in den USA

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In der vergangenen Woche haben so viele Amerikaner einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Ihre Zahl stieg um 66.000 auf 374.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Ökonomen hingegen hatten im Mittel nur mit 313.000 Anträgen gerechnet.

Dem Ministerium zufolge ist die Hälfte des Anstiegs mit Computerproblemen in Kalifornien zu erklären. Diese hätten zu einem Antragsstau geführt, der nun aufgelöst werde und die Zahl steigen lasse. Auf das Konto des Haushaltsstreits, der die US-Regierung zur Schließung von Behörden zwingt und auch die Privatwirtschaft belastet, gingen 15.000 Erstanträge.

Der Dollar geriet nach Bekanntgabe der Daten unter Druck. Der Jobmarkt gilt als richtungsweisend für die Entwicklung der US-Konjunktur. Auch die Notenbank beobachtet die Arbeitslosigkeit genau und will ihre extrem lockere Geldpolitik erst straffen, wenn sich die Wirtschaft spürbar erholt.

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