Enel will Slovenske Elektrarne verkaufen

Der italienische Stromversorger Enel will zum Schuldenabbau Beteiligungen in Osteuropa verkaufen und aus der Slowakei aussteigen. CEO Francesco Starace habe einigen Banken den Auftrag erteilt, Enel beim Verkauf seines 64-prozentigen Anteils am slowakischen Energiekonzern Slovenske Elektrarne zu unterstützen, berichtete eine Mailänder Zeitung.

Interesse für Slovenske Elektrarne hätten bereits der russische Konzern Rosatom und das tschechische Unternehmen CEZ signalisiert, berichtete das Blatt. Enel hatte den Anteil an dem slowakischen Unternehmen im Jahr 2005 nach einer Privatisierungskampagne der Regierung in Bratislava erworben und dafür 840 Mio. Euro ausgegeben.

Enel ist der am höchsten verschuldete Versorger Europas und will seine Verbindlichkeiten von insgesamt rund 40 Mrd. Euro in diesem Jahr durch den Verkauf von Beteiligungen um 4,4 Mrd. Euro reduzieren. Die schwache Nachfrage und die zunehmende Bedeutung von erneuerbaren Energien macht Energieversorgern in ganz Europa zu schaffen. Die Italiener kontrollieren auch den spanischen Versorger Endesa, auf dessen Heimatmarkt die Krise wie auch in Italien den Energiebedarf schmälert und die Strompreise drückt.

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