Europas Leitbörsen zu Mittag weiter im Minus

Für die europäischen Aktienmärkte ging es über Mittag weiter abwärts. Der Euro-Stoxx-50 verlor 48,45 Einheiten oder 1,60 Prozent auf 2.978,85 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 9.195,40 Punkten und einem Minus von 178,08 Einheiten oder 1,90 Prozent auf dem tiefsten Stand seit Mitte Dezember.

Die Verbraucherpreisentwicklung im Euroraum bleibt weiter verhalten. Im Jänner 2014 ist die jährliche Inflationsrate auf 0,7 Prozent gesunken. Ökonomen hatten einen etwas höheren Anstieg erwartet. Damit könnte der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) steigen, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Das Inflationsziel der europäischen Notenbank liegt bei zwei Prozent.

In Deutschland drückten schwache Einzelhandelsumsätze auf die Stimmung. Sie fielen preisbereinigt überraschend um 2,4 Prozent. Analysten hatten eine Zunahme von etwa zwei Prozent erwartet.

Am Nachmittag stehen noch einige Konjunkturdaten aus den USA am Programm. Neben dem Chicagoer Einkaufsmanagerindex und dem von der Universität Michigan ermittelten Barometer zur Verbraucherstimmung werden Arbeitsmarkt- und Konsumdaten erwartet.

Unter den Einzeltiteln zeigten sich im Mittagshandel weiterhin LVMH stark gesucht. Der französische Luxusgüterkonzern hat am Vortag nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt. Dank eines guten Weihnachtsgeschäftes wurde um vier Prozent mehr als im Vorjahr umgesetzt. Mit einem deutlichen Plus von 5,63 Prozent (bei 129,40 Euro) stemmten sie die Papiere gegen den europäischen Trend.