Europas Leitbörsen zu Mittag im Minus

Nach einem positiven Start ist die Erholung an Europas Börsen am Freitag ins Stocken geraten. Der Euro-Stoxx-50 gewann zum Auftakt am Morgen gut ein halbes Prozent, rutschte dann bis Mittag auf minus 0,47 Prozent und 2.607,54 Punkte ab. Die zum Teil deutlichen Kursgewinne in Asien hätten die Märkte in Europa nicht nachhaltig stützen können, sagten Börsianer. Auch in Paris ging es für den CAC-40 abwärts, der französische Leitindex verlor zuletzt 0,55 Prozent auf 3.741,42 Punkte. In London sank der FT-SE-100 um 0,16 Prozent auf 6.233,56 Zähler.

In Asien hatten einige Konjunkturdaten aus Japan den Märkten weiter auf die Sprünge geholfen. Außerdem halfen hier Aussagen ranghoher Vertreter der US-Notenbank vom Vortag. Sie hatten versucht, vermeintliche Missverständnisse über das Ende der quantitativen Lockerung der Geldpolitik auszuräumen und die Marktreaktionen als überzogen bezeichnet.

Da spezielle Unternehmensnachrichten am letzten Handelstag des ersten Halbjahres dünn gesät sind, konzentrieren sich die Anleger bereits auf die anstehenden Daten aus den USA. Dort werden im Tagesverlauf mit dem Chicago Einkaufsmanagerindex und dem von der Universität Michigan ermittelten Verbrauchervertrauen zwei wichtige Frühindikatoren veröffentlicht, die auch für Europas Märkte impulsgebend sein dürften.

Im Euro-Stoxx profitierten die Papiere von ASML Holding von einer positiven Analysteneinschätzung und kletterten mit einem Zuwachs von 1,90 Prozent an die Index-Spitze.