Deutliche Erhöhung der Produktivität bei FACC

FACC im Halbjahr operativ im Minus

Umsatz minus 7,3 % - EBIT: 21,7 Mio. (-13 Mio.) Euro - Auslagerung in Niedriglohnländer soll forciert werden, Verzögerungen bei Boeing.

Der kürzlich von der chinesischen XAC übernommene Flugzeugzulieferer ist zwar operativ noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht, nach Einrechnung des Finanzergebnisses aber wieder im Plus.

Das EBIT hat sich von -13,0 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2008/09 auf 21,7 Mio. Euro verbessert. Auch im zweiten Quartal drehte es wieder ins Positive. Der Umsatz ist im Halbjahr um 7,3 % auf 119 Mio. Euro zurückgegangen. Künftig soll die Auslagerung von Produktionsprogrammen in Niedriglohnländer forciert werden.

Q2 hat FACC mit 66,1 Mio. um 1,6 % mehr umgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBIT hat sich von -4,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2008/09 auf -5,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2009/10 verschlechtert. Im zweiten Quartal drehte es dann ins Positive (+4,4 Mio. Euro nach -354.000).

Nach Steuern blieben der FACC im ersten Halbjahr 13,6 Mio. Euro (-12,9 Mio.). Q2 verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern auf 6,7 Mio. (-5,8 Mio.) Euro. Der schwächere Dollar hat Kosteneinsparungen und Preiserhöhungen teilweise aufgezehrt.

Das Eigenkapital belief sich Ende August auf 115,3 Mio. (109,9 Mio.) Euro. Die Nettoverschuldung bei Banken hat sich dank Einmalerlösen und geringerer Investitionstätigkeit um 32,2 % auf 59,5 Mio. (87,9 Mio.) Euro reduziert. Ende August beschäftigte die FACC 1.593 (1.601) Mitarbeiter.

In den vergangenen Monaten hat die FACC die Luftfahrtkrise massiv zu spüren bekommen. Bei der Boeing 787 gibt es Programmverzögerungen, der Verkaufseinbruch am Business Jet Markt ließen die Umsätze im Bereich Engines um 35 % zurückgehen.

Die Umsätze entwickelten sich in den Geschäftsfeldern Structures und Interiors gegenläufig. Während der Bereich Structures Q2 einen Anstieg von 40,9 Mio. auf 50,1 Mio. Euro aufwies und im Halbjahr von 78,2 auf 83,0 Mio. Euro gewachsen ist, kam es im Feld Interiors zu deutlichen Einbrüchen von 24,1 Mio. auf 16 Mio. Euro (Q2) bzw. von 50,3 Mio. auf 36,1 Mio. Euro (Halbjahr).