Finanzbehörden nehmen Fiona ins Visier

Medienbericht

Finanzbehörden nehmen Fiona ins Visier

"Offenlegung" von Fiona Grasser sorgt für Spekulationen.

Fiona Grasser, Ehefrau von Karl-Heinz Grasser, dürfte im Zuge der Ermittlungen gegen den Ex-Finanzminister in der Buwog-Causa und wegen Steuerhinterziehung ebenfalls in das Visier der Justiz geraten sein. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse" (Dienstagausgabe), überprüfen die Finanzbehörden nun auch die Ehefrau von Grasser. Zudem sorge eine "Offenlegung" für Spekulationen, bis hin zu einer Selbstanzeige. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Überprüfung
Die Überprüfung von Fiona Pacifico Griffini-Grasser, die üblicherweise als Fiona Swarovski auftrete, liefen schon seit längerer Zeit, führt die Zeitung aus. Dazu hätten die Wiener Finanzbehörden den Steuerakt von Griffini-Grasser aus Tirol angefordert. Steuerexperten meinten zwar, es sei üblich, dass bei Ermittlungen gegen den Ehemann auch dessen Ehefrau überprüft werde, die Untersuchungen bekämen aber durch eine Offenlegung von Fiona Grasser eine ganz andere Dimension.

"Selbstanzeige"?
Wie die Offenlegung in diesem Fall zu werten sei, darüber gebe es aber verschiedene Ansichten. Einige würden von einer "Selbstanzeige" Griffini-Grassers sprechen. Bei Steuerhinterziehung habe eine Selbstanzeige üblicherweise strafbefreiende Wirkung.

"Keinen Kommentar" gab es dazu von Grasser-Anwalt Manfred Ainedter. Eine Selbstanzeige der Ehefrau seines Mandanten wollte er weder bestätigen noch dementieren.

Eine andere Person spricht laut Zeitung in Zusammenhang mit der Offenlegung von einem "komplizierten Steuerkonstrukt" und daraus folgend von unterschiedlichen Auffassungen, ob Einkünfte von Fiona Griffini-Grasser korrekt versteuert wurden oder nicht. Das sei Gegenstand der Überprüfung durch die Behörden. Vom zuständigen Finanzamt in Wien und vom Finanzministerium gab es auf Zeitungsanfrage keinerlei Stellungnahme.