Wiener Börse

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A-Tec verlieren nach Gewinnwarnung 6,4%

Dünne Nachrichtenlage zum Wochenschluss an der Wiener Börse.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei gutem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 12,98 Punkte oder 0,48 Prozent auf 2.670,86 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 24 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.695 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,30 Prozent, DAX/Frankfurt +0,57 Prozent, FTSE/London -0,52 Prozent und CAC-40/Paris -0,02 Prozent.

   In einem großteils schwachen europäischen Umfeld ist auch der heimische Leitindex zum Wochenschluss in die Verlustzone gerutscht. Nach einem freundlichen Handelsstart und einer relativ impulslosen Verfallsperiode, gab der ATX im Zuge einer schwachen Eröffnung an der Wall Street nach. Nicht aufzuhalten scheint derzeit der deutsche DAX zu sein, der seinen Höhenflug fortsetzen konnte.

   Die mehrheitlich positiv ausgefallenen Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten konnten die Stimmung unter den Anlegern nicht beflügeln. Auch die Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte eher Auswirkung auf die Devisen- als auf die Aktienmärkte.

   Die Nachrichtenlage gestaltete sich in Wien sehr dünn. Von Handelsbeginn an galten die Anteilsscheine des Mischkonzerns A-Tec als Ladenhüter und verloren am Ende der Kurstafel 6,40 Prozent auf 6,10 Euro. Der Konzern hatte am Donnerstagabend eine Gewinnwarnung ausgegeben. Entgegen bisheriger Erwartungen soll das Betriebsergebnis (Ebit) im Jahr 2010 nicht positiv, sondern sogar mit 27 Mio. Euro im Minus liegen. Dies erschwert nun vor allem die Kapitalsuche für die Refinanzierung einer Unternehmensanleihe, hieß es.

   Von Analystenseite wurde ein Kommentar zu Wienerberger publik. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben das Anlagevotum für den Baustoffkonzern von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Auch das Kursziel wurde von 15 auf 14 Euro nach unten revidiert. Wienerberger-Titel sanken 0,76 Prozent auf 12,44 Euro. Trotz einer Kurszielsenkung durch die UniCredit stiegen Flughafen Wien bis zur Schlussglocke um 0,46 Prozent auf 43,40 Euro.

   Als Umsatzspitzenreiter schlossen Immofinanz mit einem Plus von 3,25 Prozent auf 2,89 Euro an der Spitze des Kurszettels. Zu den gesuchten Schwergewichten zählten Telekom Austria (plus 0,46 Prozent auf 10,92 Euro) und Raiffeisen Bank (plus 0,35 Prozent auf 38,55 Euro). Weniger nachgefragt wurden indessen voestalpine mit einem Abschlag von 1,08 Prozent auf 29,34 Euro sowie Erste Group mit minus 1,33 Prozent auf 31,46 Euro.