Griechenland könnte andere Länder umwerfen

Athens Aktienmarkt auf Talfahrt - Bankenindex bis 8 Prozent Minus

Im Sog der fallenden Finanzwerte ist der Athener Leitindex am Donnerstag eingebrochen. Rund die Hälfte seines knapp fünfprozentigen Verlustes ging auf das Konto des Bankensektors.

"Durch die Ausweitung der Spreads wird die Ertragskraft der Institute voraussichtlich weiter beeinträchtigt", sagte Takis Zamanis, Chefhändler bei Beta Securities.

Viele Investoren fürchteten eine Rezession und dass die Regierung ihre Sparpläne nicht durchsetzen könne. Der griechische Bankenindex fiel in der Spitze um knapp 8 % und lag mit 1.949,97 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit 7 Wochen.

Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler hat angesichts der Finanzkrise Griechenlands den Austritt des Landes aus der Euro-Zone gefordert. Die beste Lösung für die Probleme Griechenlands wäre "ein freiwilliger Austritt Griechenlands aus dem Euro", hieß es in einem Beitrag Schäfflers für das Internetportal steuer-wahnsinn.de.

Griechenland könne dann durch eine Abwertung der eigenen Währung die Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft wiederherstellen und mit seinen Gläubigern ein Moratorium seiner Euro-Schulden erwirken. Die Pläne für einen Europäischen Währungsfonds lehnte Schäffler erneut ab. Der FDP-Politiker hatte bereits vor einigen Wochen mit dem Vorschlag, Griechenland solle zur Schuldentilgung auch einige seiner Inseln verkaufen, für Aufregung gesorgt.