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Wiener Börse

ATX 1,2 Prozent fester bei 2.045,86

Die Märkte konnten sich am Dienstag von den Verlusten leicht erholen.

Die Wiener Börse hat am Dienstag im frühen Handel deutlich zugelegt und sich damit teilweise von den Vortagesverlusten erholt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2.045,86 Punkten nach 2.022,25 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Plus von 23,61 Punkten bzw. 1,17 Prozent.

Nachdem die Ängste um die Schuldenkrise Europas Börsen am Montag tief ins Minus geschickt hatten, konnten sich die Märkte am Dienstag in der Früh leicht erholen. Positiv wirkten Händler zufolge die US-Vorgaben. Die US-Börsen hatten ihr Minus am Montagabend nach Börsenschluss in Europa deutlich eingegrenzt.

Gut gesucht waren im Frühhandel vor allem Erste Group und stiegen um 2,01 Prozent auf 16,21 Euro. Raiffeisen legten bei schwächerem Volumen 1,70 Prozent auf 23,90 Euro zu. Die Analysten der Berenberg Bank haben zuletzt in einer Branchenstudie ihre Kaufempfehlungen für die beiden Bankaktien bestätigt. Auch an anderen Börsen fanden sich Bankwerte unter den größten Gewinnern.

Gute Nachfrage gab es auch in voestalpine, die Aktie stieg um 2,14 Prozent auf 23,60 Euro. Unter den weiteren Index-Schwergewichten stiegen Andritz um 1,16 Prozent auf 39,20 Euro und bewegen sich damit wieder in Richtung ihrer zuletzt erreichten Allzeithochs. Die Analysten von Kepler haben ihre Coverage der Aktie zuletzt mit der Empfehlung "buy" und einem Kursziel von 46,00 Euro aufgenommen.

OMV gewannen nach Veröffentlichung ihres Quartalszwischenberichts 0,91 Prozent auf 24,32 Euro. Laut dem Bericht haben Ölpreis-Absicherungen die OMV im ersten Quartal beim Betriebsergebnis (EBIT) mit 64 Mio. Euro negativ belastet. Die Förderung des Unternehmens erhöhte sich nach einem weiteren Anstieg der Produktion in Libyen auf 299.000 Fass Öl-Äquivalent (boe) pro Tag nach 289.000 im vierten Quartal.

Größter Verlierer im prime market waren Mayr-Melnhof mit einem Minus von 1,41 Prozent auf 73,17 Euro. Unter den wenigen weiteren Verlierern rangierten Semperit mit einem Minus von 1,39 Prozent auf 32,00 Euro.

Neue Impulse könnten nun die im Tagesverlauf noch anstehenden Konjunkturdaten bringen. In den USA kommen am Nachmittag der vom Conference Board ermittelte Index des Verbrauchervertrauens sowie einige Immobiliendaten. Insgesamt dürfte die Stimmung an den Börsen angesichts der Ängste vor der Euro-Schuldenkrise nervös bleiben, hieß es.

Der ATX Prime notierte bei 1.018,92 Zählern und damit um 1,04 Prozent oder 10,51 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 23 Titel mit höheren Kursen, acht mit tieferen und drei unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 430.413 (Vortag: 460.431) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 13,137 (13,20) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.