ATX geht mit Gewinnen aus dem Handel

Wiener Börse (Schluss)

ATX geht mit Gewinnen aus dem Handel

Bankwerte gesucht - Zumtobel nach Zahlen schwach Wien.  

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei durchschnittlichem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 13,48 Punkte oder 0,67 Prozent auf 2.031,34 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 23 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.008 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,33 Prozent, DAX/Frankfurt +0,46 Prozent, FTSE/London -0,24 Prozent und CAC-40/Paris +0,19 Prozent.

 Die Wiener Börse konnte nach den Spekulationen um ein unbegrenztes Anleihenkaufprogramm durch die Europäische Zentralbank (EZB) den Handel in der Gewinnzone beenden. Am Vormittag hatten die schwachen Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone noch für ein negatives Sentiment an den europäischen Märkten gesorgt. Händler begründeten die erste Aufwärtsbewegung zu Mittag mit einer schlecht verlaufenen Auktion deutscher Staatsanleihen, die als Signal für mehr Risikofreude unter den Anlegern gedeutet wurde. Mit den EZB-Gerüchten konnte der ATX seinen Gewinne festigen.

Aus Kreisen war bekannt geworden, dass die EZB auf ihrer morgen Zinssitzung möglicherweise ein Anleihenkaufprogramm beschließen könnte, das in seinem Limit unbegrenzt wäre. Damit könnte die EZB die Zinsen von klammen Euro-Staaten beliebig nach unten drücken.

Unter den heimischen Einzelwerten kletterten die beide Bankwerte aufwärts. Erste Group erhöhten sich um 2,00 Prozent auf 16,09 Euro, während Raiffeisen mit einem Gewinn von 1,66 Prozent auf 27,00 Euro aus dem Handel gingen. Unter den sonstigen Schwergewichten verloren OMV 1,02 Prozent auf 25,61 Euro.

Die Berenberg Bank unternahm bei Andritz kleinere Anpassungen der Gewinnschätzungen. Das Votum "Buy" und das Kursziel von 52 Euro blieben hingegen unangetastet. Die Aktien rückten um 2,79 Prozent auf 42,78 Euro vor.

Zudem meldeten sich einige Analysten zu Wort. Bei der Telekom Austria reduzierte JP Morgen die Empfehlung auf "Underweight" und nahm das Kursziel von 7,0 auf 6,5 Euro zurück. Die Titel erhöhten sich nach schwächerem Verlauf um 0,30 Prozent auf 6,33 Euro.

Verbund gingen unverändert bei 16,60 Euro aus dem Handel. Der Versorger wurden von den Experten der Raiffeisen Centrobank von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Das Kursziel reduzierte sich aber von 24 auf 19 Euro.

Klare Abschläge nach enttäuschenden Quartalszahlen mussten Zumtobel hinnehmen. Die Titel rutschten um 5,43 Prozent auf 8,40 Euro ab und damit an das Indexende. Der Leuchtenhersteller wird zudem per 24. September im ATX durch AMAG ersetzt. Die Aluminiumherstelleraktien verbesserten sich heute um 1,34 Prozent auf 20,00 Euro.

Nach der Zustimmung des Vorstandes und des Aufsichtsrates von Frauenthal zu einem Aktienrückkaufprogramm schnellten die Papiere mit plus 7,91 Prozent auf 9,55 Euro und an die Spitze der Kurstafel.