ATX Wiener Börse

Wiener Börse

ATX startet gut behauptet in die Woche

Leitindex steigt 0,15 Prozent - Mehrheitlich negatives Umfeld

Die Wiener Börse hat am Montag mit gut behaupteter Tendenz geschlossen. Der ATX stieg 3,81 Punkte oder 0,15 Prozent auf 2.532,41 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund drei Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.535,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,35 Prozent, DAX/Frankfurt -1,26 Prozent, FTSE/London +0,11 Prozent und CAC-40/Paris -0,81 Prozent.

Der ATX startete mit einem kleinen Plus in die neue Handelswoche und koppelte sich damit etwas von dem überwiegend negativen europäischen Umfeld ab. Im Zentrum des Anlegerinteresses standen einmal mehr die Entwicklungen in der griechischen Schuldenkrise. Zum Auftakt eines zweitägigen Berlin-Besuchs ist Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras am Montag mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammengetroffen.

Nur wenige Impulse lieferte die Konjunkturfront: In den USA ist die Verkaufszahl bestehender Häuser im Februar überraschend wenig gestiegen. Hingegen hat sich die Kauflaune der Verbraucher im Euroraum im März etwas stärker aufgehellt als erwartet. Das Barometer für die Stimmung der Konsumenten kletterte auf minus 3,0 Zähler von minus 6,7 Punkten im Februar. Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf minus 5,95 Punkte gerechnet.

 Unter den Einzelwerten zogen die Aktien der CA Immo um 3,83 Prozent nach oben auf 18,17 Euro. Hingegen mussten Titel der Immofinanz einen Abschlag in Höhe von 0,57 Prozent auf 2,78 Euro verbuchen. Die beiden Immobiliengesellschaften liefern sich derzeit ein heftiges Beteiligungsgefecht - jeder will beim anderen Anteile erringen. Die Immofinanz hat heute, Montag, für bis zu 29 Prozent an der CA Immo rund 531 Mio. Euro geboten - als Antwort auf das kürzlich angekündigte Offert der CA Immo, die um 420 Mio. Euro 13,5 Prozent an der Immofinanz will.

Kein klares Bild zeichneten auch die heimischen Bankwerte. Während Erste Group 2,05 Prozent auf 23,37 Euro zulegen konnten, büßten Raiffeisen 0,53 Prozent auf 12,20 Euro ein. Bei den Versicherern stiegen VIG um 1,60 Prozent auf 42,55 Euro. UNIQA schlossen 0,18 Prozent tiefer bei 8,70 Euro.

Einen Kursrutsch um 7,43 Prozent auf 27,65 Euro mussten die Titel von RHI ohne bekannte fundamentale Neuigkeiten verdauen. Die Wertpapierexperten von Kepler Cheuvreux haben ihr Votum von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Das Kursziel wurde allerdings von 26,0 Euro auf 30,0 Euro angehoben.

Schoeller-Bleckmann konnten 1,62 Prozent auf 58,50 Euro gewinnen. Die Wertpapierexperten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel von 43,00 Euro auf 44,20 Euro angehoben. Die Empfehlung blieb unverändert bei "Sell".