Börse Frankfurt im Eröffnungshandel kaum bewegt

DAX tritt auf der Stelle - Warten auf Ifo-Daten.

Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag zunächst auf der Stelle getreten. Der DAX stand zuletzt 0,03 Prozent höher bei 7.750,63 Punkten. Der MDAX legte in den ersten Handelsminuten um 0,02 Prozent auf 12.678,44 Punkte zu. Der TecDAX gab hingegen belastet von schwachen Solarwerten um 0,25 Prozent auf 886,23 Punkte nach.

Der Leitindex konsolidiere derzeit und warte auf neue Impulse, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG am Morgen. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick der Anleger vor allem auf den positiv erwarteten Ifo-Geschäftsklimaindex. Analystin Katrin Ehling von X-Trade Brokers hebt indes die Widerstandsfähigkeit der Börsen inklusive dem DAX gegen die schwachen Zahlen vom Vortag als Zeichen der Stärke hervor. Anleger könnten nun wieder vorsichtig Richtung 7.800 Punkte schauen.

An der DAX-Spitze rückten die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer um 2,83 Prozent vor. Schlusslicht waren K+S, die nach einer Abstufung auf "Underweight" durch Morgan Stanley 2,12 Prozent verloren. Ebenfalls belastet durch eine Abstufung sanken Lanxess um 1,31 Prozent.

Im MDAX sackten Salzgitter nach gleich zwei verhaltenen Analystenkommentaren um 3,05 Prozent ab. Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank senkte sein Votum auf "Reduce". Negativ äußerte sich aber vor allem UBS-Analyst Carsten Riek, der die Aktien auf "Sell" abstufte. Dies begründete Riek mit der aktuellen Bewertung sowie Gewinnrisiken. Letztere könnte der Markt unterschätzen. Seine reduzierte Vorsteuergewinnprognose für 2013 liege nun fast 50 Prozent unter der Konsensschätzung, schrieb der Experte.

Wacker Chemie rutschten um 2,93 Prozent ab. Neben einem Analystenkommentar belaste vor allem die negative Stimmung gegenüber Solarwerten, sagten Börsianer. Diese schlechte Stimmung löste Solarworld aus. Die Krise der Solarbranche bringt das Unternehmen finanziell immer stärker in Bedrängnis. Am Markt wird nun mit einem Schuldenschnitt gerechnet. Zuletzt brachen die Solarworld-Papiere um 27,36 Prozent ein. Im Schlepptau sanken SMA Solar um 1,92 Prozent.