Börse Tokio schließt klar im Minus

Schwarzer Yen

Börse Tokio schließt klar im Minus

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Der Nikkei-225 Index verlor 161,65 Punkte oder 1,00% auf 16.026,76 Zähler.

Die Börse in Tokio hat am Montag klar im Minus geschlossen. Gut ausgefallene Daten aus der Industrie wurden vom starken Yen und der Enttäuschung über die Ergebnisse des G-20-Gipfels überschattet.

Der Nikkei-225 Index schloss um 161,65 Punkte oder 1,00 Prozent tiefer bei 16.026,76 Zählern. Der Topix Index gab um 13,42 Punkte oder 1,02 Prozent auf 1.297,85 Einheiten nach. 523 Kursgewinnern standen 1.279 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 100 Titel.

Starken Daten aus dem Industriesektor konnten dem Handel in Tokio damit keinen Auftrieb verleihen. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist im Jänner so stark gestiegen wie seit einem Jahr nicht mehr. Mit 3,7 Prozent fiel das Plus zudem stärker aus als am Markt erwartet. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs von 3,3 Prozent prognostiziert. Im Dezember ist die Industrieproduktion noch um 1,7 Prozent gesunken.

Belastend wirkten hingegen der weiter starke Yen sowie die Enttäuschung über die Ergebnisse des G-20-Treffens. Der US-Dollar ist gegenüber der japanischen Währung auf unter 113 Yen gefallen. Besonders seit Anfang Februar hat der Yen deutlich aufgewertet. Analysten zufolge profitiert er dabei von der Unsicherheit an den Finanzmärkten, da die japanische Währung bei vielen Anlegern als "sicherer Hafen" gilt.

Die G-20-Treffen wiederum brachte keine konkreten Ergebnisse. Zwar haben die führenden Industrie- und Schwellenländer angekündigt, bei den Wechselkursen künftig enger zusammenzuarbeiten. Auch bekräftigten sie, mit Reformen die Wachstumsschwäche in vielen Staaten bekämpfen zu wollen. Gleichzeitig wurden jedoch keine konkreten Schritte beschlossen.

Bei den Einzelwerten stiegen die Papiere von Nissan Motor um 5,46 Prozent auf 1.024,50 Yen. Es war ihr stärkster Tagesgewinn seit fast sieben Jahren. Der Autohersteller hatte zuvor umfassende Aktienrückkäufe angekündigt. Zurückgekauft werden sollen eigene Anteilsscheine im Wert von 400 Mrd. Yen.

Hingegen verloren die Titel des angeschlagenen Elektronikkonzerns Sharp 2,27 Prozent auf 129.00 Yen. Belastend wirkten aufkeimende Zweifel über die angekündigte Übernahme durch den Apple-Zulieferer Foxconn. Noch gäbe es dafür keinen konkreten Termin, teilte das Management von Sharp am Montag mit. Der Vertragsabschluss solle aber so bald wie möglich stattfinden.

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