Nikkei Börse Tokio

Exportwerte gefragt

Börse Tokio schließt mit Gewinnen

Nikkei-225 Index stieg 347,57 Punkte oder 2,57%  auf 13.867,00 Zähler.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Dienstag mit Gewinnen geschlossen. Der Nikkei-225 Index schloss mit einem Plus von 347,57 Punkten oder 2,57 Prozent bei 13.867,00 Zählern. Der Topix Index stieg um 22,53 Punkten oder 1,99 Prozent auf 1.157,15 Einheiten. 1.420 Kursgewinnern standen 165 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 68 Titel.

Für eine freundliche Stimmung an den Märkten hatte ein Zeitungsbericht gesorgt, wonach der japanische Regierungschef Shinzo Abe erwäge, die Unternehmenssteuern zu senken. Abe versuche mit diesem Schritt, die möglichen negativen ökonomischen Folgen der geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuern im Land der aufgehenden Sonne auszugleichen. Der Regierungschef wolle prüfen lassen, ob die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft mit einer Unternehmenssteuersenkung mehr Investoren anlocken könne, hieß es in einem Bericht der Wirtschaftszeitung „Nikkei“.

Der etwas schwächere Yen hat an den japanischen Märkten den klassischen Exportwerten Auftrieb gegeben, davon profitierten unter anderem Elektronikhersteller: Sharp notierten mit einem Plus von 4,55 Prozent, Panasonic kletterten 3,79 Prozent und Sony erhöhten sich bis Börsenschluss um 1,81 Prozent. Gegen den Trend verloren Olympus 1,81 Prozent auf 2.759,00 Yen.

Die Anteilsscheine des größten asiatischen Autobauers Toyota Motor Corp. gingen mit einem Plus von 2,26 Prozent bei einem Kurs von 6.330,00 Yen aus dem Handel.

Auch zulegen konnten die SoftBank-Papiere. Sie stiegen um 6,34 Prozent auf 6.370,00 Yen. Vergangene Woche wurde aus Bankkreisen bekannt, dass der japanische Mobilfunkkonzern SoftBank um umgerechnet 15 Mrd. Euro den größten Kredit im asiatisch-pazifischen Raum aufnehme, um einen Überbrückungskredit zu refinanzieren.

Die Aktien des Baumaschinenherstellers Komatsu gaben 1,89 Prozent auf 2.315,00 Yen ab. Die japanischen Maschinenbau-Aufträge waren zwar im Juni im Vergleich zum Vormonat gesunken, aber weniger stark als erwartet.