EZB rechnet mit moderatem Wachstum der Wirtschaft

Euro am Nachmittag knapp behauptet

EUR-USD: Schwächer gegenüber dem Richtkurs vom Montag und knapp behauptet zum Niveau von heute in der Früh. Auch gegenüber den Richtwerten der übrigen Leitwährungen gab der Euro Terrain ab.

Die Gemeinschaftswährung zeigte sich am frühen Nachmittag nur wenig verändert und bewegte sich weiterhin innerhalb einer recht engen Bandbreite um die Marke von 1,4080 Dollar. Marktteilnehmer hoffen auf neue Impulse von den noch anstehenden US-Konjunkturdaten. "Der Euro ist weiter unter Druck. Der wichtige Punkte nach unten findet sich bei 1,4000 Dollar", kommentierte ein Händler. Insgesamt gestaltete sich das bisherige Geschäft ruhig und lustlos, hieß es weiter.

Der Richtkurs des US-Dollar gegen den Euro wurde heute von der EZB mit 1,4085 (zuletzt: 1,4151) USD festgestellt und liegt damit 2,23 % oder 0,0321 Einheiten unter dem Ultimowert 2009 von 1,4406 USD.

Der private Konsum der Schweizer hat sich im Dezember nach einem kräftigen Schub in den Vormonaten wieder etwas gelegt. Die Konsumentenstimmung dürfte laut den Experten der UBS weiter unter der steigenden Arbeitslosigkeit leiden. Der UBS-Konsumindikator erreichte im Dezember den Wert von 1,2. Damit lag er unter dem Jahreshöchstwert von 1,26 im November. Mehr Zulassungen von neuen Autos und saisonal bedingt mehr Hotel-Übernachtungen konnten negative Impulse bei den Kreditkartenumsätzen und im Detailhandel nicht ausgleichen. Der gemessene Privatkonsum liegt unter dem langjährigen Mittel von 1,5. Das aktuelle Niveau deute auf eine klar positive, aber unterdurchschnittliche Dynamik der wichtigsten Stütze der Konjunktur hin.

Das Verbrauchervertrauen in Italien ist im Jänner stärker als erwartet gefallen. Das entsprechende Barometer sank auf 111,7 Zähler von 113,7 Punkten im Vormonat. Zuvor war das Barometer drei Monate in Folge gestiegen. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang auf 113,5 Punkte gerechnet.

Weitere Abstufungen bei Länderratings möglich: Hohe Staatsdefizite und ein massiver Anstieg der Schulden könnten nach Einschätzung der EZB weitere Länderratings in der Euro-Zone in Gefahr bringen. Da alleine 13 von 16 Euro-Ländern vor einem EU-Defizitverfahren stünden und in mehreren Ländern sogar zweistellige Defizite zu erwarten seien, seien nach dem Präzedenzfall Griechenlands weitere Probleme absehbar, warnte EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark.

Die erste Emission einer griechischen Staatsanleihein diesem Jahr hat für großes Interesse bei Investoren gesorgt. Für die fünfjährige Anleihe gingen Kaufaufträge im Wert von 25 Mrd. Euro ein, obwohl das hoch verschuldete Land nur ein Volumen von 3-5 Mrd. Euro angepeilt hatte. Allerdings bezahlt Griechenland mit einer hohen Rendite von 6,5 %.

Die Verkäufe von US-Bestandsimmobilien haben im Dezember um 16,7% auf 5,45 Mio. nachgegeben. Damit wurde die Konsensschätzung klar verfehlt, die mit einem Wert von 5,9 Mio. kalkuliert hatte. Im Vormonat waren noch 6,54 Mio. gebrauchte US-Immobilien verkauft worden. Der Bestand an unverkauften Häusern legte auf das 7,2fache einer Monatsrate zu (Vormonat 6,5), während der durchschnittliche Preis für eine Gebrauchtimmobilie im Jahresvergleich leicht um 1,5 % auf 178.300 USD zulegte.