EZB-Rat hält aktuelles Zinsniveau für angemessen

Euro im frühen Handel schwächer

EUR-USD: Schwächer gegenüber dem Richtkurs vom Mittwoch und tiefer gegenüber dem späten Devisengeschäft in New York. Moderatere Veränderungen zeigte der Euro zu den anderen internationalen Leitwährungen.

Auf den Euro-Dollar-Kurs drückten mögliche Abstufungen der Kreditwürdigkeit Griechenlands, hieß es aus dem Devisenhandel. Die Ratingagentur Standard & Poor's bestätigte am Mittwoch zwar die Bonitätsnote für das unter einer Schuldenkrise leidende Griechenland, drohte aber gleichzeitig mit einer Herabstufung. Heute meldete sich Moody´s mit der gleichen Einschätzung.

Um 9 Uhr hielt der US-Dollar gegen den Euro bei 1,3471 nach 1,3547 USD beim Richtkurs vom Mittwoch. In New York war der Euro gegen den US-Dollar zuletzt mit 1,3530 USD aus dem Handel gegangen.

Fed-Chef erwartet weiterhin niedrige Zinsen

[aus dem Morning Mail der Investkredit.] Die Aussicht auf weiterhin niedrige US-Leitzinsen hat den Dollar am Mittwoch Nachmittag belastet. Neben Aussagen von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke belasteten schwachen Daten vom US-Immobilienmarkt die US-Währung. Der Euro stieg im Gegenzug auf bis zu 1,3626 Dollar und lag damit gut einen US-Cent über seinem US-Vortagesschluss. Zur japanischen Währung fiel der Dollar auf bis zu 89,78 Yen.

Bernanke hatte bei einer Anhörung im US-Parlament erklärt, die Fed erwarte weiterhin, dass die Umstände für längere Zeit außerordentlich niedrige Zinsen erfordern. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt werde recht schwach bleiben, es gebe aber Anzeichen, dass sich die Verschlechterung abschwäche. Zudem ließen die meisten Indikatoren darauf schließen, dass die Inflation noch einige Zeit gedämpft bleiben wird.

Heute morgen ist der Euro aber massiv unter Druck geraten. Die erneut aufgeflammte Sorge um das Wirtschaftspotential Griechenlands und die Uneinigkeit der EU wie mit dem Problem umgegangen werden soll, drückte den Kurs gegen den USD auf 1,3475 und auch EUR/JPY fiel bis auf 120,60.

Die Zahl der Verkäufe neuer Eigenheime in den USA war im Januar überraschend um rund 11 % eingebrochen. Die positiven steuerlichen Anreize haben einen Vorzieheffekt ausgelöst, doch fehlt dem Immobilienmarkt die Eigendynamik. Es wird noch einige Jahre dauern, bis die Sub-prime Krise verarbeitet ist.

Am Rentenmarkt setzten Anleger auf Bundesanleihen. Händlern zufolge waren die als verhältnismäßig sicher und liquide geltenden deutschen Papiere gefragt, nachdem der tschechische Finanzminister Eduard Janota Zweifel geäußert hatte, ob Griechenland seine Sparziele erreichen kann. Der Bund Future legte 38 Ticks auf 124,05 Stellen zu, die Rendite der dem Terminkontrakt zugrundeliegenden zehnjährigen Bundesanleihe sank auf 3,135 %. Die Rendite der als zinsempfindlich geltenden zweijährigen Schatzanweisungen des Bundesauf bis zu 0,888 % und damit auf den tiefsten Stand seit Einführung des Euro.

Obwohl der sich der Kupferpreis etwas befestigte, war die Tendenz auf den Rohstoffmärkten südlich. Öl und Gold verloren an Wert. Die Ausschläge bilden aber keinen Anlass für Panik und sind auch nicht richtungsweisend.

Wichtige Ereignisse des Tages: DE Arbeitslosenquote, EZ Geschäftsklima, Wirtschaftsvertrauen, Verbrauchervertrauen, US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe