Europas Börsen einheitlich im roten Bereich

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Europas Börsen einheitlich im roten Bereich

Euro-Stoxx-50 verlor 1,34% oder 43,66 Punkte auf 3.204,33 Einheiten.

Die Leitbörsen in Europa präsentierten sich am Dienstagvormittag einheitlich mit roten Zahlen. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.50 Uhr mit minus 1,34 Prozent oder 43,66 Punkte bei 3.204,33 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,82 Prozent oder 82,34 Zähler auf 9.932,65 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 1,03 Prozent oder 68,94 auf 6.603,21 Punkte.

Konjunkturseitig gab es zunächst Nachrichten aus Deutschland, welche jedoch keine nachhaltigen Auftrieb auf die Leitindex geben konnten. Die deutschen Exporte haben im Oktober einen weiteren Rekordwert erreicht. Die Ausfuhren lagen bei 103,9 Mrd. Euro und damit über dem bisherigen Ausfuhrrekord vom September.

Außerdem ist die Arbeitslosenquote in der Schweiz im November auf 3,2 Prozent gestiegen. Im Oktober lag sie noch bei 3,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 4.155 zu.

Im Tagesverlauf werden Daten zur Industrieproduktion für Oktober aus Großbritannien erwartet sowie zum Großhandelsumsatz aus den USA ebenfalls für Oktober. Außerdem steht das NFIB-Mittelstandsbarometer für November aus den USA auf der Tagesordnung. Die Stundenlohnzuwächsen laufen der Privatwirtschaft 9 Monate voraus. Bei entsprechenden Daten sollte aufgrund dieser Verbesserungen am US-Arbeitsmarkt eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed bis Mitte 2015 in Betracht gezogen werden, schreiben die Experten der Helaba-Bank. So könnte die Fed einem Medienbericht zufolge schon bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Weichen Richtung Zinserhöhung stellen.

Weiterhin erschweren die Tiefstände der Ölpreise den Energiesektor. Die Aktien von Total und Eni ordneten sich am unteren Ende des Euro-Stoxx-50 ein. Die Total-Titel büßten 3,04 Prozent ein und Eni-Papiere 2,57 Prozent auch E.on verlor 1,80 Prozent.

Bei den Einzelwerten belasten Kursverluste von Allianz und Bayer. Die Papiere des Pharmakonzerns Bayer fielen um 1,79 Prozent. Einem Händler zufolge strich die Investmentbank Merrill Lynch ihre Kaufempfehlung für die Titel. Bei den Allianz-Aktionären trübte laut dem Börsianer ein verhaltener Kommentar der britischen Investmentbank Barclays die Stimmung. Die Aktien des Versicherers gaben um 0,36 Prozent nach.

Die Anteilseigner der Deutschen Bank reagierten verschnupft auf den neuen Rechtsstreit. Die Papiere fielen um 1,62 Prozent. Die USA verklagen Deutschlands größtes Geldhaus wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in dreistelliger Millionenhöhe. Wenngleich die Summe im Vergleich zu anderen Verfahren nicht sonderlich hoch sei, dürfte es der Stimmung der Investoren kaum zuträglich sein, sagte ein Händler.

Tesco-Titel fielen über zwölf Prozent nach dem die Einzelhandelskette eine Gewinnwarnung herausgab. Das Unternehmen erwartet für das volle Geschäftsjahr nur noch 1,4 Mrd. Pfund Gewinn, das entspricht fast der Hälfte des ursprünglich errechneten Gewinns.