Europas Börsen etwas fester

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Europas Börsen etwas fester

Euro-Stoxx-50 stieg 12,84 Einheiten oder 0,55 Prozent auf 2.345,36 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Freitag im frühen Handel einheitlich mit leichten Gewinnen tendiert. Um 10.35 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 5.960,56 Punkten, das entspricht einem Plus von 45,72 Einheiten oder 0,77 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 23,2 Einheiten oder 0,43 Prozent auf 5.426,58 Zähler.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts-und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 12,84 Einheiten oder 0,55 Prozent auf 2.345,36 Punkte.

Mit einem Plus von 2,6 Prozent zeigten sich vor allem Titel aus der Rohstoffsparte in einem Branchenvergleich gut gefragt. Auch die Bau- (plus 1,7 Prozent) und Chemiebranche (plus 1,6 Prozent) zogen an. Mit einem Minus von 0,8 Prozent tendierten Bankwerte am schwächsten, nachdem in der vergangenen Nacht die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) Spaniens Kreditwürdigkeit abgestuft hatte.

Börsianern zufolge blicken die Anleger gespannt auf das anstehende Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G 20). Zudem hoffe der Markt auf gute Einzelhandelsumsätze und Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA. Dies könnte den Sorgen über die europäische Schuldenkrise nach der Abstufung Spaniens durch S&P entgegenwirken. Der Euro hatte sich davon indes recht unbeeindruckt gezeigt.


Am unteren Ende lagen im Euro-Stoxx-50 die Titel des Versicherers Allianz mit einem Rückgang von 2,16 Prozent auf 77,14 Euro. BNP Paribas, die zusätzlich von einer Abstufung durch die Deutsche Bank belastet wurden, büßten 1,89 Prozent ein.

In Zürich übernahmen UBS mit Verlusten von knapp zwei Prozent die rote Laterne. Dagegen ließ ein Umsatzsprung im dritten Quartal die Aktien des Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta um kräftige 3,89 Prozent auf 275,00 Franken steigen.

Dass der Handy-Hersteller Sony Ericsson nach Verlusten im Gefolge der japanischen Erdbeben-Katastrophe keine roten Zahlen mehr schreibt, half auch Ericsson. Die Titel des Telekomunternehmens stiegen um 2,8 Prozent auf 70,55 schwedische Kronen.