Europas Börsen fester

Thema des Tages waren wieder einmal die neuen Quartalszahlen dies- und jenseits des Atlantiks.

Vor allem aus den USA kamen positiven Ergebnisse beispielsweise von Morgan Stanley und Yahoo! die auch in Europa die monatelange Aufwärtsbewegung an den Börsen gerechtfertigt erscheinen lasse.

In London konnten die Titel des Süßwarenkonzerns Cadbury kaum von einem überraschend starken dritten Quartal profitieren. Der Kurs stieg lediglich um 0,06 % auf 799,12 Britische Pence. Das potenzielle Übernahmeziel des US-Lebensmittelriesen Kraft schraubte nach einem Umsatzplus von 7 % seine Jahresziele nach oben.

Im Eurostoxx gehörten vor allem Finanztitel wie die Deutsche Bank (minus 2,4 % auf 54 Euro) und Credit Agricole (1,49 % auf 14,565 Euro) zu den Verlierern. Händlern fielen die Eckdaten der Deutschen Bank zum dritten Quartal zwar nicht schlecht aus, die Bank habe unter dem Strich aber vor allem von Sondererträgen profitiert. Versorger wie Eon und Telekomwerte wie die Deutsche Telekom und France Telecom legten hingegen zu.

Die Aktien des spanischen Energiekonzerns Iberdrola gewannen 0,24 % auf 6,33 Euro. Iberdrola hielt in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres sein Ergebnis praktisch stabil. Das EBITDA stieg zwar um 0,6 % auf 4,951 Mrd. Euro, Analysten hatten indes etwas mehr erwartet.

In Paris gerieten die Aktien von Pinault-Printemps-Redoute (PPR) unter starken Druck. Der französische Luxuswarenanbieter und Puma-Mutterkonzern hatte im dritten Quartal unter der Kaufzurückhaltung der Kunden gelitten und 5,5 % weniger als im Vorjahreszeitraum umgesetzt. Die Papiere verloren 3,96 % auf 81,80 Euro.

Die Titel von Europas zweitgrößtem Autobauer PSA Peugeot Citroen lagen in Frankreich mit einem Minus von 4,84 % auf 23,00 Euro am Indexende. Die Franzosen hatten im dritten Quartal 7,7 % weniger um als noch vor einem Jahr. Die Titel des italienischen Autobauers Fiat gehörten nach Zahlen ebenfalls zu der Verlierern.