Europas Leitbörsen einheitlich im Minus

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Europas Leitbörsen einheitlich im Minus

Euro-Stoxx-50 sank 16,61 Einheiten oder 0,59% auf 2.784,54 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwoch im frühen Handel einheitlich mit Verlusten tendiert. Gegen 10.15 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.095,08 Punkten, das entspricht einem Minus von 55,58 Einheiten oder 0,78 Prozent. In London fiel der FT-SE-100 34,8 Einheiten oder 0,59 Prozent auf 5.823,62 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 sank 16,61 Einheiten oder 0,59 Prozent auf 2.784,54 Punkte.

Im Blickpunkt der Anleger standen weiterhin die Sorgen um die europäische Schuldenkrise und die US-Konjunkturaussichten. Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland drücken zudem auf die Stimmung. So hat sich das GfK-Konsumklima entgegen der Erwartungen von Experten für Juni leicht eingetrübt. Auf der Agenda steht heute die Veröffentlichung der aktuellen Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter für April in den USA. Daten vom US-Immobilienmarkt könnten im Verlauf ebenso für Impulse sorgen, hieß es von Marktbeobachtern.


Die Analysten der UniCredit haben in einer aktuellen Studie ihre Bewertung für den norwegischen Hersteller Renewable Energy Corp (REC) gesenkt. Die Papiere verloren 2,37 Prozent auf 12,36 Euro. Italiens größter Energieversorger Enel sank trotz Kurszielanhebung der UniCredit-Experten um 0,30 Prozent auf 4,638 Euro. Deutschlands größter Strom- und Gaskonzern E.ON legte 2,19 Prozent auf 20,11 Euro zu. UBS hatte den Versorgerwert auf die Liste der "Most attractive Stocks" gesetzt.

Luftfahrtaktien hielten sich trotz der zunehmenden Probleme im Flugverkehr wegen der Aschewolke vergleichsweise gut. Die Aktien der Lufthansa verloren 0,17 Prozent auf 14,78 Euro, Air Berlin gaben um 1,41 Prozent auf 2,938 Euro nach. Sie hatten allerdings in den vergangenen Tagen schon deutliche Verluste hinnehmen müssen. Die Asche des isländischen Vulkans Grímsvötn führte zu Flugverboten in Norddeutschland.

Siemens-Papiere sanken 1,63 Prozent auf 89,39 Euro. Börsianer verwiesen auf eine Warnung der US-Behörden, in der vor einer angeblichen Sicherheitslücke gewarnt wird. Die Siemens-Software zur Steuerung von Industrieanlagen könnte dadurch anfällig für Hacker-Angriffe werden. Die Experten von Citi bestätigten indes ihre Bewertung der Aktie. Siemens bleibt auf der Liste der "Most preferred Stocks".  Vivendi verloren 0,24 Prozent auf 18,92 Euro. JP Morgan hatte das Kursziel gesenkt. Vodafone gaben 0,65 Prozent auf 168,65 Pence nach. Die Experten von Nomura hatten ihre Empfehlung von "Buy" auf "Neutral" gesenkt.

An den Börsen in London und Paris waren vor allem Bankenwerte unter den wenigen Gewinnern vertreten. Societe Generale notierten mit plus 0,13 Prozent bei 41,28 Euro, Credit Agricole notierten kaum verändert mit plus 0,045 Prozent bei 10,51 Euro und BNP Paribas mit plus 0,31 bei 51,48 Euro. Barclays gewannen 1,28 Prozent auf 269 Pence und Royal Bank of Scotland stiegen knapp ein Prozent auf 40,83 Pence.