Europas Börsen atmen auf.

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Europas Leitbörsen einheitlich im Minus

Euro-Stoxx-50 verlor 35,62 Einheiten oder 1,33 Prozent auf 2.639,76 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im frühen Handel einheitlich mit Verlusten tendiert. Gegen 10.00 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.143,86 Punkten, das entspricht einem Minus von 76,26 Einheiten oder 1,06 Prozent. In London fiel der FT-SE-100 47,3 Einheiten oder 0,81 Prozent auf 5.796,41 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 35,62 Einheiten oder 1,33 Prozent auf 2.639,76 Punkte.

   Belastet von anhaltender Unsicherheit um die Schuldenkrise der Eurozone aber auch in den USA sind die europäischen Börsen mit weiteren Verlusten in die neue Woche gestartet.  Ein Analyst kommentierte: "Nach dem Belastungstest europäischer Banken gilt nun die Sorge wieder vollends der Schuldenkrise auf beiden Seiten des Atlantiks." Vor dem Treffen europäischer Regierungschefs werde teils mit einem Scheitern des Sondergipfels gerechnet.

   Die am Freitag nach Börsenschluss veröffentlichten Ergebnisse des Banken-Stresstest belasteten im frühen Handel die Finanzwerte. Mitten in der EU-Schuldenkrise haben mehr als ein Viertel der getesteten europäischen Banken schlecht abgeschnitten. Acht Institute rasselten bei dem umstrittenen Krisentest durch - fünf aus Spanien, zwei aus Griechenland und eins aus Österreich. 16 weitere Banken erfüllten die Anforderungen beim Härtetest nur knapp. Insgesamt wurden 90 Institute getestet.

   Zu den größeren Verlierern zählten am Vormittag Intesa San Paolo mit einem Abschlag in Höhe von 3,66 Prozent auf 1,525 Euro. UniCredit erging es mit einem Minus von 3,64 Prozent auf 1,166 Euro nicht viel besser. Societe Generale schwächten sich um 2,97 Prozent auf 33,67 Euro ab und die Papiere der Deutschen Bank büßten 3,06 Prozent auf 36,015 Euro ein.

   Unter den Versicherern zeigten sich Aegon um 2,10 Prozent tiefer bei 4,055 Euro. Generali verbilligten sich um 2,60 Prozent auf 12,73 Euro und AXA hatten ein Minus von 3,05 Prozent auf 13,205 Euro zu verbuchen.

   Auf Unternehmensseite stehen Philips-Aktien nach der Zahlenvorlage im Fokus. Der niederländische Elektronikkonzern ist im zweiten Quartal wegen Abschreibungen tief in die roten Zahlen gerutscht. Gleichzeitig kündigten die Niederländer aber ein 500 Millionen Euro schweres Spar- und ein zwei Milliarden Euro großes Aktienrückkauf-Programm an. Händler werteten die Aussagen in einer ersten Reaktion eher positiv und lobten insbesondere das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Auch Analysten reagierten zunächst eher positiv und die Aktie gewann 2,02 Prozent auf 17,7150 Euro.