Europas Leitbörsen einheitlichin Gewinnzone

Schlusshandel

Europas Leitbörsen einheitlichin Gewinnzone

Euro-Stoxx-50 stieg um 49,23 Punkte oder 1,58% auf 3.168,76 Einheiten.

Die europäischen Leitbörsen haben den Handel am Mittwoch mit fester Tendenz beendet. Angetrieben wurden die Kurse zur Wochenmitte von der angehobenen Konjunkturprognose der Weltbank sowie von einer freundlichen Wall Street-Eröffnung. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um klare 49,23 Punkte oder 1,58 Prozent auf 3.168,76 Einheiten.

Bereits im Frühhandel konnten gute Vorgaben aus Übersee die Stimmung an den Aktienmärkten Europas aufhellen. Hinzu kam die neue Wirtschaftsprognose der Weltbank. Diese erwartet für das laufende Jahr 2014 nun ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent, nach 3,0 Prozent in der Juni-Prognose. Im Tagesverlauf sorgten gute US-Daten zur Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe sowie positiv aufgenommene Quartalszahlen der Bank of America für eine freundliche Wall Street-Eröffnung und damit auch für weiteren Auftrieb an den europäischen Börsen.

Beflügelt von soliden Ergebnissen der Bank of America zeigten sich europaweit Finanzwerte sehr fest. Im Euro-Stoxx-50 fanden sich dementsprechend BBVA (plus 4,04 Prozent), Societe Generale (plus 3,63 Prozent) sowie Allianz (plus 3,17 Prozent) weit oben auf der Kurstafel. Die Aktien des Versicherers profitierten zusätzlich von positiven Analystenstimmen. Die Experten der Credit Suisse haben ihr Votum für den Versicherer von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 141 auf 148 Euro angehoben, hieß es aus dem Handel.


Gesucht waren außerdem Autowerte. Daimler zogen um klare 2,94 Prozent auf 65,50 Euro an und Volkswagen gewannen 2,48 Prozent auf 202,70 Euro. Peugeot zogen ebenfalls um 3,69 Prozent auf 11,37 Euro an.

Ebenfalls klar im Plus schlossen RWE mit plus 2,93 Prozent auf 27,595 Euro. Der Energiekonzern will in seinem Ökostromgeschäft in den kommenden Jahren höhere Gewinne erzielen. Bis 2016 solle das operative Ergebnis stetig ansteigen, gab die Tochter RWE Innogy bekannt.

Nachrichtenseitig rückten zudem Pharmawerte in den Fokus. Gemeinsam mit der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft zieht der französische Pharmakonzern Sanofi in den Kampf gegen Infektionskrankheiten. Schwerpunkt der Allianz sei die Suche nach Substanzen in der Natur, die zur Entwicklung eines Penicillin-Nachfolgers genutzt werden könnten, hieß es von Unternehmensseite. Sanofi-Titel zogen um 1,05 Prozent auf 74,92 Euro an.

Auch die Aktien des Branchenkollegen Bayer gewannen 3,66 Prozent auf 101,70 Euro. Das Unternehmen bringt sein umstrittenes Aknemittel "Diane 35" in Frankreich wieder auf den Markt. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit der französischen Gesundheitsbehörde gefällt worden, hieß es.