Nach Vortageserholung

Europas Leitbörsen erneut sehr schwach

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.50 Uhr mit minus 1,74 Prozent bei 3.161,74 Einheiten.

Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwochvormittag nach ihrem Vortageserholungsschub auf die jüngsten massiven Verluste erneut mit sehr schwacher Tendenz gezeigt. Marktteilnehmer verwiesen vor allem auf negative Wall Street-Vorgaben vom Vorabend, nachdem sich dort die Stimmung im Späthandel beachtlich gedreht hatte.

Auch in China gab es nach einem zwischenzeitlichen Erholungsversuch den fünften Verlusttag in Folge zu sehen. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.50 Uhr mit minus 1,74 Prozent bei 3.161,74 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 1,55 Prozent auf 9.971,49 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 1,53 Prozent auf 5.988,13 Punkte und steht damit bereits vor seinem elften Verlusttag in den vergangenen zwölf Sitzungen.

Die Anleger bleiben nach der Talfahrt zu Wochenbeginn nervös. Die Kurserholung vom Dienstag müsse zunächst als Bärenmarkt-Rally beurteilt werden, hieß es von Analystenseite. Unter einen Bärenmarkt-Rally verstehen Börsianer eine zwischenzeitliche Kurserholung in einem Abwärtstrend.

Zur Wochenmitte gab es in einer Branchenbetrachtung die stärksten durchschnittlichen Verlusten in den Sektoren Öl und Gas, Technologie, Energie und Banken zu beobachten. Im Euro-Stoxx-50 standen alle Indexvertretern mit Abschlägen von mindesten 1,2 Prozent unter Verkaufsdruck. Mehr als drei Prozent an Kurswert büßten jeweils Total, L'Oreal und Unilever ein. SAP, ING und ASML verloren jeweils über 2,5 Prozent.

In London rutschten die Rohstoffwerte mit tieferen Rohstoffpreisen weiter ab. Glencore, Antofagasta und Anglo American knickten jeweils um mehr als dreieinhalb Prozent ein.

WPP Group verloren mit 0,76 Prozent etwas weniger als der Gesamtmarkt. Das weltgrößte Werbeunternehmen berichtete über gestiegene Halbjahresumsätze.