Europas Leitbörsen gehen schwächer aus dem Handel

Am Dienstag

Europas Leitbörsen gehen schwächer aus dem Handel

Der europäische Leitindex verbilligte sich am Dienstag jedoch um 30,42 Einheiten oder 0,82 Prozent auf 3.697,38 Zähler.

 Während die europäischen Leitbörsen am Dienstag, dem letzten Handelstag im ersten Quartal 2015, mehrheitlich mit Verlusten geschlossen haben, konnte der Euro-Stoxx-50 ein Quartalsplus von 17,51 Prozent einfahren. Der europäische Leitindex verbilligte sich am Dienstag jedoch um 30,42 Einheiten oder 0,82 Prozent auf 3.697,38 Zähler.

   Die europäische Konjunkturdaten vermochten zunächst keine positiven Impulse zu geben. Die Verbraucherpreise im Euroraum sind im März wie erwartet kaum noch gesunken. Das Preisniveau lag wie von Experten erwartet 0,1 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Im Februar wurde noch ein Minus von 0,3 Prozent verzeichnet. Mit dem schwächerem Preisverfall dürfte sich der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi in seiner Geldpolitik bestätigt fühlen, hieß es am Markt.

   Allerdings schoben die positiven Daten zur US-Konsumlaune die Aktienmärkte am Nachmittag etwas an. Der Index für das Verbrauchervertrauen ist im März auf 101,3 Punkte gestiegen, nach 98,8 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten nur mit 96,4 Punkte gerechnet.

   Auch zur Griechenlandkrise kommen beruhigende Kommentare. Die Chefin der bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelten Bankenaufsicht, Daniele Nouy, sieht die jüngsten Fortschritte in Griechenland durch die "politische Ungewissheit" und die Lage im Land "wieder überschattet". Der griechische Bankensektor befinde sich heute in einer besseren Solvenzlage als in den letzten Jahren, sagte Nouy am Dienstag im Europaparlament in Brüssel.

   Bei den Einzelwerten rückten die Elektronikkonzerne in den Fokus. Osram-Aktien haben mit plus 2,89 Prozent auf 46,30 Euro von einer Milliardenübernahme in der Branche profitiert. Der Elektronikkonzern Philips verkauft seine Sparte für LED- und Autolicht-Bauteile an Finanzinvestoren. Von dem Verkauf versprechen sich die Niederländer einen Bruttoerlös von 2,8 Milliarden US-Dollar (2,6 Mrd. Euro). Die Philips-Aktien fielen 0,75 Prozent auf 26,425 Euro.

   Daneben bauten die Hermes-Titel ihren Gewinn im Tagesverlauf auf 4,30 Prozent auf 327,80 Euro aus. Die Luxus-Modemarke hatte vergangene Woche mit seinen Geschäftszahlen die Erwartungen der Experten knapp verfehlt hatte. Industria de Diseno Textil SA hielten sich im Verlauf lange an der Spitze des Euro-Stoxx-50. Jedoch musste das Textilunternehmen seinen Gewinn wieder abgeben und die Titel notierten mit plus 0,20 Prozent auf 29,88 Euro.