Europas Leitbörsen schließen fester

Ruhiger "Hexensabbat"

Europas Leitbörsen schließen fester

Euro-Stoxx-50 im Plus - FInanz- und Automobilwerte stark.

Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag überwiegend fester aus dem Handel gegangen. Am großen Verfallstag an den Terminbörsen, dem sogenannten 'Hexensabbat', gewann der Euro-Stoxx-50 24,05 Einheiten oder 0,94 Prozent auf 2.577,08 Zähler. Am heutigen Verfallstermin wurden weltweit die September-Kontrakte für Futures und Optionen auf Aktien und Indizes abgerechnet, was potenziell für außergewöhnliche Ausschläge sorgen kann. Die Kursschwankungen der europäischen Indizes blieben aber im moderaten Bereich.

   Zum Wochenausklang standen indessen keine relevanten Konjunkturdaten auf der Agenda. Auch die Unternehmensmeldungen blieben am Berichtstag überschaubar. Die positive Anlegerstimmung begründeten Marktteilnehmer mit Hoffnungen auf Fortschritte bei den Strukturreformen in Spanien. Deren Umsetzung würde den Weg für Hilfen der Europäischen Zentralbank ebnen, falls eine Unterstützung beispielsweise durch Anleihekäufe nötig wird, hieß es.

   Keine beobachtbaren Auswirkungen auf das Börsengeschehen hatte indessen der Marktstart des neuen iPhone 5 von Apple - der Technologie-Subindex des Euro-Stoxx tendierte zu Handelsschluss minimal im Plus. Letztlich konnte im Branchenvergleich der Finanz-und Automobilsektor am stärksten zulegen, schwach zeigten sich hingegen einige Werte aus dem Konsumgüterbereich.

   Im Euro-Stoxx-50 konnten die Aktien der spanischen Banken BBVA (plus 3,70 Prozent) und Banco Santander (plus 3,55 Prozent) am stärksten zulegen. Autotitel wie Volkswagen (plus 3,44 Prozent) und Daimler (plus 2,50 Prozent) waren ebenfalls gut gesucht. Das Schlusslicht im Index bildeten hingegen die Technologiewerte von Nokia (minus 3,91 Prozent) und ASML (minus 1,53 Prozent).

   Auf Unternehmensebene rückten Adidas in den Fokus und büßten schließlich um 0,59 Prozent auf 65,20 Euro ein. Der Sportartikelhersteller hat die Anleger mit seinem Ausblick enttäuscht, hieß es. Zwar hat das Unternehmen seine Prognose für die Marke erhöht, für die US-Tochter Reebok wurde das Ziel für 2015 allerdings von 3 auf 2 Mrd. Euro gekappt.

   Mit positiven Empfehlungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) gerieten die Schweizer Pharmakonzerne Novartis und Roche ins Blickfeld der Anleger. Die EMA hat die Zulassungen von Krebsmedikamenten beider Unternehmen empfohlen. Während Roche um 0,96 Prozent zulegten, gewannen Novartis deutlichere 1,51 Prozent.