Europas Leitbörsen starten lustlos in den Handel

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen starten lustlos in den Handel

Lebensmittelwerte im Euro-Stoxx-50 gesucht, Bankwerte schwach.

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch lustlos und ohne große Kursveränderungen in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.40 Uhr mit minus 0,23 Prozent oder 8,22 Punkte bei 3.553,00 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,08 Prozent oder 10,02 Zähler auf 12.608,70 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,18 Prozent oder 13,92 Einheiten auf 7.540,43 Punkten.

Aus Übersee kamen keine klaren Vorgaben. Die Börsen in Asien zeigten sich angesichts gemischter Konjunkturimpulse ohne einheitliche Richtung. In New York war der Handel am Dienstag mit moderaten Abschlägen zu Ende gegangen. Zudem werde die Risikobereitschaft der Anleger von politischen Unsicherheiten in Nordkorea und Italien gebremst.

Neue Daten kamen bereits vor Börsenstart aus Deutschland. In dem Land sind die Einzelhandelsumsätze im April um 0,3 Prozent zum Vormonat geschrumpft. Preisbereinigt (real) fiel das Minus mit 0,2 Prozent etwas geringer aus. Analysten hatten mit einem leichten Wachstum gerechnet.

Daneben hat sich der Preisauftrieb in Frankreich im Mai deutlich abgeschwächt. Die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise (HVPI) sind zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent gestiegen. Im April hatte die Teuerung noch bei 1,4 Prozent gelegen.

Im weiteren Handelsverlauf dürften noch Arbeitslosendaten aus Deutschland und der Eurozone sowie die Verbraucherpreisdaten aus dem Währungsraum die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf sich ziehen. In den USA stehen dann am Nachmittag der Stimmungsindex aus der Region Chicago sowie Daten aus dem Häusermarkt auf dem Programm.

Unternehmensseitig blieb es vorerst recht ruhig. Im Euro-Stoxx-50 sammelten sich einige Werte aus der Lebensmittelbranche am oberen Indexende. So zogen Danone mit plus 0,98 Prozent an die Indexspitze, AB Inbev gewannen 0,50 Prozent und Unilever starteten um 0,50 Prozent höher.

Schwach präsentierten sich dagegen einige Bankwerte. Deutsche Bank büßten dementsprechend 1,11 Prozent ein, ING Groep verloren 0,37 Prozent und Intesa Sanpaolo fielen um 0,47 Prozent.

Zahlen kamen heute vom deutschen Handelsriesen Metro. Der Konzern hat heute erstmals für ein Quartal getrennte Zahlen für den künftigen Elektronikhändler um Media-Saturn und seinen Lebensmittelbereich um die Cash&Carry-Großmärkte sowie die Supermarktkette Real vorgelegt. Dabei musste der künftig unter dem Namen Ceconomy firmierende Elektronikhändler beim operativen Gewinn Federn lassen. Im zweiten Quartal stand beim Ebit vor Sonderfaktoren ein Minus von 19 Mio. Euro. Metro-Aktien notierten um klare 3,50 Prozent schwächer.

Im Zürich notierten LafargeHolcim unverändert bei 58,50 Schweizer Franken. Der Zementriese startet am 1. Juni sein Aktienrückkaufprogramm. 2017 und 2018 sollen Titel im Wert von bis zu 1 Mrd. Franken (0,92 Mrd. Euro) zurückgekauft werden.