Börse Frankfurt

Börsenschluss

Europas Leitbörsen wenig verändert

ARM Holdings deutlich im Plus - Bankenwerte schwach.

Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Mittwoch nur wenig verändert beendet. Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Minus von 0,26 Prozent bei 2.869,63 Zählern aus dem Handel.

Neben der dünnen Nachrichtenlage konnten auch die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten nicht für deutliche Impulse sorgen. Das US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal wurde zwar von 2,5 auf 2,6 leicht nach oben revidiert, allerdings haben Ökonomen mit 2,8 Prozent gerechnet. Auch die Zahlen zu den Wiederverkäufen am US-Immobilienmarkt fielen unter den Expertenschätzungen aus. Die europäischen Indizes reagierten darauf, wenn überhaupt, nur vorübergehend.

Im Branchenvergleich zeigten sich zu Handelsschluss Konsumgüterwerte stark. Mit einem Plus von 2,15 Prozent auf 128,00 Euro sind vor allem die Anteilsscheine von LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton zu erwähnen. Der französische Luxusgüterhersteller hat die Beteiligung am Konkurrenten Hermès International auf über 20 Prozent aufgestockt. Hermès-Papiere stiegen um 2,46 Prozent auf 160,50 Euro.

Schlechter gesucht waren hingegen Bankenwerte wie BNP Paribas (minus 1,08 Prozent auf 49,73 Euro), Banco Santander (minus 1,36 Prozent auf 8,17 Euro) oder Societé Generale (minus 1,41 Prozent auf 42,40 Euro).

Unter den Einzeltiteln sorgten die Papiere des britischen Chipherstellers ARM Holding mit einem Kurssprung von 9,12 Prozent auf 440,30 Pence für Aufmerksamkeit. Laut informierten Kreisen arbeitet Microsoft an einem neuen Windows-System, das für Mobilgeräte wie Tablet Computer mit einem ARM-Chip geeignet ist. Die stromsparende Chip-Technologie der ARM Holdings kommt derzeit bei Geräten wie dem iPad oder dem iPhone von Apple zum Einsatz.

Verstärkt unter Verkaufsdruck kamen heute Adidas-Aktien, die von den schwachen Zweitquartalszahlen des Konkurrenten Nike belastet wurden. Der US-Wettbewerber konnte zwar gute Geschäftszahlen vorlegen, vermeldete aber schwache Bestelleingänge für Dezember bis April. Adidas verloren 1,61 Prozent auf 50,58 Euro.