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Stand Mittag

Leitbörsen mit leichter Tendenz

Die Sorge um Ausweitung der EU-Schuldenkrise bleibt Thema.

Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag zu Mittag mehrheitlich leichter tendiert. Der DAX in Frankfurt notierte um 12.55 Uhr mit 6.951,62 Punkten und einem Plus von 3,90 Einheiten oder 0,06 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich um 7,2 Zähler oder 0,12 Prozent auf 5.752,50 Stellen. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 sank hingegen 16,09 Einheiten oder 0,58 Prozent auf 2.766,30 Punkte.

Marktteilnehmer verwiesen auf die dünne Nachrichtenlage, die an den europäischen Aktienmärkten die Sorge um eine Ausweitung der Euro-Schuldenkrise wieder ins Zentrum rücken ließ. Am heutigen Montag treffen sich die Finanzminister der 16 Mitgliedsländer der Eurozone um über die Möglichkeit einer Aufstockung des derzeit 750 Mrd. Euro schweren Euro-Rettungsfonds zu verhandeln.

Rohstoffwerte stark
Im Branchenvergleich zeigten sich weiterhin Rohstoffwerte am stärksten. Vor dem Hintergrund gestiegener Metall- und Rohölpreise kletterten etwa die Papiere von Salzgitter um 1,22 Prozent auf 53,27 Euro. Die Aktien des italienischen Pipeline-Herstellers Tenaris notierten 0,76 Prozent höher bei 17,16 Euro.

Unverändert schwach zeigten sich Bankenwerte. BBVA fielen 2,41 Prozent auf 7,82 Euro, UniCredit verloren 2,54 Prozent auf 1,65 Euro und Deutsche Bank verbilligten sich um 2,10 Prozent auf 38,08 Euro. Bank of Ireland konnten in Dublin hingegen 5,92 Prozent auf 0,34 Euro zulegen.

Die Papiere von Hochtief (plus 5,66 Prozent auf 63,52 Euro) profitierten von dem Einstieg der Qatar Holding in den Übernahmekonflikt zwischen dem deutschen Bauunternehmen und der spanischen ACS. Der "Weiße Ritter" Qatar Holding plant eine Beteiligung an Hochtief von 9,1 Prozent.

Michelin-Aktien kamen in Paris unter Druck, nachdem Analysten der UBS das Anlagevotum des französischen Reifenherstellers von "Neutral" auf "Sell" herabgestuft hatten. Die Papiere fielen um 2,56 Prozent auf 54,81 Euro.

Aktien des britischen Gelddruckers De La Rue zeigten sich mit einem Plus von 18,38 Prozent auf 799,5 Pence weiterhin gut gesucht, nachdem das Unternehmen mitteilte, ein sehr vages Übernahmeangebot erhalten zu haben. Wer der Bieter sei, teilte das Unternehmen aber nicht mit.