Dow Jones / NYSE

Negative Vorgaben

Moderate Verluste an der Wall Street

Unsicherheiten um Hongkong.

Belastet von Unsicherheiten um die Situation in Hongkong ist die New Yorker Börse am Montag mit moderaten Kursverlusten in die Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial Index fiel um 41,93 Punkte oder 0,25 Prozent auf 17.071,22 Einheiten.

Der breiter gefasste S&P-500 Index verlor 5,05 Punkte oder 0,25 Prozent auf 1.977,80 Zähler. Der technologielastige Nasdaq Composite Index verlor 6,34 Einheiten oder 0,14 Prozent auf 4.505,85 Zähler zu.

Für Unsicherheit an den Märkten sorgten die anhaltenden Proteste in Hongkong. Dort hatten Demonstranten zuletzt das Finanzviertel und andere Teile der Stadt blockiert. Manche Marktteilnehmer befürchten ein Überschwappen auf China, sagte ein Analyst.

Die neuesten US-Konjunkturdaten fielen indes unterschiedlich aus. Die privaten Ausgaben der Konsumenten sind im August im Vergleich zum Vormonat zwar unerwartet deutlich gestiegen. Das würde auf eine anhaltende wirtschaftliche Erholung hindeuten. Daten zum Immobilienmarkt blieben allerdings unter den Erwartungen: Die Zahl der noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe ist im August überraschend stark gefallen.

Bei den Einzelwerten rückte im Späthandel die McDonalds-Aktie in den Fokus, die nach anfänglichen Verlusten zunächst ins Plus drehte und schließlich vorübergehend sogar an die Spitze des Dow sprang. Unternehmensnachrichten lagen keine vor - wohl aber machten Gerüchte die Runde, dass ein finanzkräftiger Investor im großen Stil zukaufen würde. Obwohl es dafür keinerlei Bestätigung gab, schlossen die Papiere mit einem Plus von 1,61 Prozent im Spitzenfeld des Dow.

Kursgewinne gab es im Späthandel zudem bei Werten aus dem Halbleiter-Sektor zu beobachten. Die Anteilsscheine von Intel schlossen mit einem Plus von 1,87 Prozent an der Spitze des Dow. Im S&P-500 legten die Titel von Micron Technology 1,98 Prozent zu.

Schwach zeigten sich hingegen Öl-Werte. Nach wie vor lastet das hohe Angebot auf den Ölpreisen. Selbst Länder mit schweren Konflikten wie Libyen erhöhen die Fördermenge an Rohöl. Für die Chevron-Aktie ging es 0,76 Prozent hin ab, die Titel von Exxon Mobil verloren 1,05 Prozent. Letztere zeigten sich zusätzlich belastet von Medienberichten, wonach sich das Unternehmen angesichts der gegen Russland verhängten Sanktionen von einem Bohrprojekt in der Arktis zurückziehe.

Apple-Papiere schlossen mit Abschlägen von 0,64 Prozent. Die EU-Kommission hat "Zweifel" an der Rechtmäßigkeit des Steuersparmodells des US-Technologiekonzerns in Irland bekräftigt. "Wir untersuchen Fälle von Staatshilfe, wenn wir Zweifel haben über die Befolgung der EU-Regeln für Staatshilfe", sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Montag in Brüssel.

Klar nach oben ging es hingegen für die DreamWorks-Aktie, die satte 26,03 Prozent auf 28,18 Dollar zulegte. Der japanische Softbank-Konzern will mehreren Medien zufolge das Unternehmen übernehmen. Das US-Unternehmen ist für Trickfilm-Erfolge wie "Shrek" und "Madagascar" bekannt. Softbank gab vorerst keine Stellungnahme ab.

Einen drastischen Kursrutsch legten die Anteilsscheine von Civeo hin, die fast 50 Prozent verloren. Das Unternehmen hatte angekündigt, sich nicht in einen börsennotierten Immobilienfonds (REIT) umzuwandeln. Zudem rechnet Civeo nun für 2015 mit deutlich geringeren Umsätzen und Margen als noch in diesem Jahr.

Die Titel des Energieunternehmens Athlon wiederum sprangen um mehr als 24 Prozent auf 58,32 Dollar nach oben - es wird von Encana für über 5,9 Mrd. Dollar übernommen.