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US-Börse schließt mit Verlusten

Börsianer fürchten strengere Regelungen zur Steuervermeidung.

Die New Yorker Börse hat am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index sank um 133,68 Punkte oder 0,75 Prozent auf 17.603,32 Einheiten. Der S&P-500 Index reduzierte sich 20,96 Punkte oder 1,01 Prozent auf 2.045,17 Zähler. Der Nasdaq Composite Index büßte 47,86 Einheiten oder 0,98 Prozent auf 4.843,93 Zähler ein.

Marktbeobachter verwiesen auf Gegenbewegungen zu den Gewinnen der vergangenen Woche, die Kursverluste in Europa und den niedrigen Ölpreis als Belastungsfaktoren. Einer zusätzlicher Grund für die schlechte Stimmung dürfte einem anderen Börsianer zufolge die Ankündigung des US-Finanzministeriums sein, die steuerlichen Vorteile zu beschränken, die eine Verlegung des Firmensitzes ins Ausland bringen kann.

Vor diesem Hintergrund hatten auch gute Konjunkturdaten keine Auswirkung. Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hat sich im März stärker aufgehellt als erwartet. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg etwas stärker als erwartet auf 54,5 Punkte. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg auf 54,2 Einheiten prognostiziert. Werte über 50 Punkte signalisieren Wachstum.

Bei den Einzelwerten gerieten die Papiere von Allergan schwer unter Verkaufsdruck. Sie sackten um 14,77 Prozent ab, nachdem das US-Finanzministerium neue Schritte zur Verhinderung von Steuerflucht per Firmenübernahmen angekündigt hatte, die auch schon abgeschlossen Deals betreffen könnten. Die Anleger befürchten, dass dies die geplante Übernahme von Allergan durch Pfizer gefährden könne. Pfizer-Anteilsscheine übernahmen mit einem klaren Plus von 2,08 Prozent den Spitzenplatz im Dow Jones.

Am unteren Ende waren hingegen Walt Disney mit einem Minus von 1,70 Prozent zu finden. Der bisher als Favorit auf die Nachfolge von Konzernchef Bob Iger gehandelte Manager Thomas Staggs nimmt unerwartet seinen Hut und wird sein Amt als für das laufende Geschäft verantwortlicher Vorstand mit 6. Mai abgeben.

Tesla-Aktien erhöhten sich hingegen nach Auftaktverlusten 3,43 Prozent. Der Hersteller von Elektroautos hat im ersten Quartal 14.820 Autos verkauft. Damit wurde der Absatz zwar um fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Gleichzeitig verfehlte Tesla jedoch die eigene Prognose von 16.000 Stück.

Für die seit Monaten stark unter Druck stehenden Anteilsscheine des Pharmaunternehmens Valeant Pharmaceuticals ging es um zehn Prozent nach oben. Händlern zufolge wurden Unternehmensaussagen zur Rechnungslegung des Konzerns positiv aufgenommen.