Dow Jones Börse

Dow Jones

US-Börsen eröffnen mehrheitlich im Plus

Die weitere Erholung der Ölpreise unterstützt.

Die US-Börsen haben am Dienstag kurz nach Handelsbeginn mehrheitlich im Plus tendiert. Die fortgesetzte Erholung der Ölpreise stütze die Stimmung an der Wall Street. Etwas belastend wirken aber enttäuschende Konjunkturdaten sowie ebenfalls zum Teil verhaltene Quartalsberichte großer Konzerne aus den Vereinigten Staaten.

Gegen 15.50 Uhr stieg der Dow Jones Industrial Index um 54,27 Einheiten oder 0,30 Prozent auf 18.058,43 Zähler. Bereits am Montag hatte der US-Leitindex erstmals wieder seit Juli 2015 über 18.000 Punkten geschlossen. Der S&P-500 Index legte 5,12 Punkte oder 0,24 Prozent auf 2.099,46 Zähler zu. Der Nasdaq Composite Index fiel hingegen um 9,15 Punkte oder 0,18 Prozent auf 4.950,86 Einheiten.

Nach ihrem Preiseinbruch zum Wochenstart erholten sich die Ölpreise weiter. Schwach fielen die Daten vom US-Immobilienmarkt aus. Die Baugenehmigungen im März fielen überraschend. Die Baubeginne waren dagegen zwar rückläufig erwartet worden, jedoch längst nicht so deutlich, wie nun gemeldet wurde.

Unternehmensseitig zogen erneut zahlreiche Quartalsberichte Aufmerksamkeit auf sich: Mit Goldman Sachs legte eine weitere Großbank in den USA Zahlen vor. Das Ergebnis je Aktie überraschte die meisten Analysten zwar wegen deutlicher Kosteneinsparungen positiv, die Erträge hingegen enttäuschten. Die Aktie verlor ein Prozent.

Mit Enttäuschung reagierten Anleger auch auf die Quartalsbilanzen von IBM, Netflix oder Philip Morris. Beim Computerkonzern IBM setzte sich der jahrelange Umsatzrückgang fort und auch der Gewinn fiel im Jahresvergleich, was der Aktie einen satten Verlust von 4,15 Prozent einbrockte. Philip Morris verbilligten sich nach den verhalten aufgenommenen Erstquartalszahlen des laufenden Geschäftsjahres um zwei Prozent.

Das Papier von Netflix rutschte beachtliche 10,2 Prozent ab. Die schlagartige globale Expansion bescherte dem Online-Videodienst nur für kurze Zeit ein beschleunigtes Wachstum der Nutzerzahlen. Die daher nun zaghafte Prognose für das Nutzerwachstum außerhalb der USA sei "noch vorsichtiger ausgefallen als gedacht", schrieb Nomura-Analyst Anthony DiClemente.

Positiv hingegen wurden die Zahlen von Johnson & Johnson (J&J) und UnitedHealth aufgenommen. Die Papiere der beiden Dow-Mitglieder legten 1,9 bzw. 1,2 Prozent zu. Der größte US-Krankenversicherer startete trotz verlustreicher Geschäfte bei Obamacare-Verträgen mit mehr Gewinn ins neue Jahr. Vorstandschef Stephen Hemsley zeigte sich daraufhin für 2016 optimistischer als zuletzt. Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern J&J blickt nach einem guten Jahresauftakt ebenfalls optimistischer auf das Gesamtjahr.

Nach dem Handelsschluss werden dann der weltgrößte Chiphersteller Intel und der Internetriese Yahoo ihre Geschäftsberichte vorlegen. Im Vorfeld tendierten die Papiere des weltgrößten Chiperstellers mit plus 0,25 Prozent und Yahoo-Papiere verbilligten sich um 0,5 Prozent.