Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen fester erwartet

Die US-Aktienmärkte dürften am Mittwoch etwas erholt von den Vortagesverlusten in den Handel starten. Das Hauptaugenmerk gelte der Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke am Nachmittag vor dem US-Kongress, hieß es am Markt. Dabei warteten Börsianer vor allem auf mögliche Andeutungen, ab wann die wichtigsten amerikanischen Zinssätze steigen könnten und wie die Fed die aktuelle Wirtschaftslage bewertet.

Gegen 14.35 Uhr notierte der Dow-Future um 0,09 % fester. Am Dienstag hatte der US-Leitindex mit einem Minus von 0,97 % bei 10.282,41 Zählern geschlossen. Der Nasdaq-100-Future stieg um 0,18 %. Der von Technologiewerten geprägte Auswahlindex war am Vortag bei 1.793,82 Punkten um 1,31 % schwächer aus dem Handel gegangen.

Bei der halbjährlich stattfindenden Anhörung wird sich Bernanke über die Geldpolitik sowie den aktuellen Zustand der Wirtschaft äußern. Die Anhörung habe nach der überraschenden Anhebung des Diskontsatzes durch die Fed in der vergangenen Woche noch einmal ein ganz anderes Gewicht bekommen, sagten Händler.

"Der Markt hat bislang in dieser Woche in einer Lauerstellung verharrt und auf die Anhörung heute gewartet", sagte Arthur Hogan, Marktanalyst bei Jefferies & Co. "Alle Augen sind darauf gerichtet, so dass die Markteröffnung eigentlich nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfte."

Rohstoffwerte und speziell Ölaktien wie ExxonMobil, Chevron und ConocoPhillips sollten Marktteilnehmer im Blick behalten. Belastet durch den anhaltend starken Dollar fielen die Ölpreise. Der starke Dollar und die Schwäche der Aktienmärkte hätten die Ölpreise belastet, sagten Händler.

Am Nachmittag werden die offiziellen Rohöllagerdaten vom US-Energieministerium veröffentlicht. Barrick Gold und Newmont Mining könnten von einem schwächeren Goldpreis belastet werden. Der Düngemittelkonzern Monsanto bestätigte zwar seine Gewinnprognosen für das Gesamtjahr 2010. Den Aktienkurz konnte das allerdings vorbörslich nicht inspirieren.